Comité franco-allemand des historiens

Le 5e prix de thèse du Comité a été décerné, lors de l'AG du 30 septembre 2016,
à Marion Aballéa pour sa thèse: „Un exercice de diplomatie chez l’ennemi : l’ambassade de France à Berlin 1871-1933“

En savoir plus

A VOIR

Petit tour des blogs d’histoire germanophones

Archives mensuelles : mai 2015

Neuerscheinung

France-Allemagne: Cultures monétaires et budgétaires. Vers une nouvelle gouvernance européenne ?

Hrsg. von Solène Hazouard, René Lasserre, Henrik Uterwedde, CIRAC, Cergy-Pontoise, 2015, 282 S., 25 €

couv_cultures

Seit Ausbruch der Krise der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion 2010 sind die Bemühungen um eine Stabilisierung und Stärkung der Eurozone durch deutsch-französische Divergenzen und Kontroversen geprägt worden.

Dieses Buch verfolgt ein dreifaches Ziel : Es will die Konstanten in den unterschiedlichen Geld- und Budgetkulturen beider Länder herausarbeiten; es will das Zusammenspiel dieser nationalen Kulturen und der Gründung und der europäischen Währungspolitik analysieren; schließlich soll erörtert werden, ob die Unterschiede in den Visionen und politischen Grundorientierungen beider Länder ein Hemmnis oder im Gegenteil eine Chance für die Herausbildung einer europäischen Gouvernanz der Wirtschafts-, Geld- und Fiskalpolitik darstellen.

Das Buch ist hervorgegangen aus einem gemeinsamen Projekt des dfi mit dem Centre d’information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC), das vom Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) unterstützt wurde. Es kann direkt beim CIRAC bestellt werden.

Depuis le déclenchement de la crise de la zone euro en 2010, les tentatives européennes de stabiliser et de renforcer l’Union économique et monétaire ont été marquées par de fortes divergences et controverses franco-allemandes.

L’objectif de cet ouvrage est triple: il s’agit d’identifier les constantes des cultures monétaires et budgétaires françaises et allemandes depuis 70 ans, d’analyser l’interaction entre ces cultures nationales dans la mise en œuvre de l’UEM et de se demander si l’existence de visions et de choix différents dans les deux pays freine ou peut, au contraire, favoriser l’émergence d’une gouvernance économique, financière et monétaire efficace dont l’Europe a besoin.

Le livre, fruit d’un projet commun du dfi avec le Centre d’information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC) soutenu par le Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA), peut être commandé au CIRAC.

complexe

Si loin, si proche …
À propos de concepts-clés dans le contexte franco-allemand

Ähnlichkeit in der Differenz
Kulturelle Schlüsselbegriffe im deutsch-französischen Kontext

 Journées d’Etudes franco-allemandes
Deutsch-französische Tagung
Aix-Marseille Université (AMU) / Universität Passau

 8-9. Oktober 2015
Aix en Provence

„Deutsch-französische Verständigung ist oft irritierend schwierig. Bei aller Nähe und scheinbarer Verbundenheit trennen uns Verschiebungen in Zeit und Raum. Was sind wir, Deutsche und Franzosen, wie kommt es, dass wir uns einander so vertraut und doch so fremd fühlen? Wie kann das Gegenüber zugleich so ähnlich und doch so andersartig sein?“

 Jacques Leenhardt, Robert Picht, Esprit/Geist. 100 Schlüsselbegriffe für Deutsche und Franzosen, Piper, München 1989

Die Forschungsgruppe ECHANGES der Université Aix-Marseille und der Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation der Universität Passau (Christoph Barmeyer & Sebastian Öttl) veranstalten in Kooperation mit den deutsch-französischen Master-Studiengängen LEA/ICBS (International Cultural and Business Studies) und AIFA (Aire interculturelle franco-allemande) eine deutsch-französische Tagung.

Organisation: Catherine Teissier und Nicole Colin (AMU), Christoph Barmeyer und Sebastian Öttl (Universität Passau)

Lire l’appel à communication

More »

Als Kernländer des europäischen Integrationsprozesses sind Deutschland und Frankreich auf eine enge und wirkungsvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen angewiesen. Wie alle interkulturellen Beziehungen ist die deutsch-französische Kooperation in ihrer alltäglichen Praxis allerdings nicht nur von bereichernden und produktiven Begegnungen, sondern auch von Missverständnissen geprägt. Die Gründe hierfür liegen oft in der Unkenntnis des anderen Systems, in der Unterschätzung von historisch-gesellschaftlich begründeten Unterschieden und ihrer Fehlinterpretation.

Unter Schlüsselbegriffen versteht man im Allgemeinen Kernbegriffe, die auf inhärente Besonderheiten und historische Kontinuitäten einer Gesellschaft verweisen, auf deren kulturelle Praktiken sowie Wertorientierungen. Ihre prägende Bedeutung ist gewissermaßen das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft. In ihnen verbinden sich in vielschichtiger Weise historische Diskursentwicklungen mit philosophischen Konzepten und der politischen Ereignisgeschichte. Schlüsselbegriffe finden somit Einsatz zur Beschreibung eines gesellschaftlichen Phänomens. Sie sind in der Regel relativ abstrakte Formulierungen, die sich im wirtschaftlichen und politischen Bereich (z.B. Führung, Stabilität, Europa) ebenso finden wie im kulturell-gesellschaftlichen Kontext (z.B. Journalist, Intellektueller, Kunst, Sprache).

Während ihre Komplexität im alltäglichen Gebrauch zumeist nicht offensichtlich wird, zeigt sie sich im transnationalen Kontext um so deutlicher, dass die mit ihnen verbundene Bedeutung und handlungswirksame Interpretation sowie konkrete Umsetzung variieren kann: Insbesondere kulturelle Schlüsselbegriffe wie Nation, Staat, Wirtschaft, Unternehmen, Führung, Kompromiss etc. sind dafür prädestiniert solche Formen von Missverständnisse zu erzeugen. Auch sind Begriffe wie „Bildung“ oder „bürgerlich“ kaum zufriedenstellend in eine andere Sprache zu übersetzen, weil diese in der Regel ähnliche Begriffe bereithalten, die jedoch eine andere historische und institutionelle Grundlage besitzen. Im Kulturtransfer führt diese Ähnlichkeit in der Differenz häufig zu grundlegenden Missverständnissen, die oft nur schwer als solche detektiert werden.

Die Analyse kulturell spezifischer Schlüsselbegriffe verlangt also neben soziokulturellem Wissen eine grundlegende Kenntnis semantischer Unterschiede vermeintlich gleicher Begrifflichkeiten. Es handelt sich um eine Form der kulturellen Übersetzung, die interkulturelle Begegnungen erleichtert und zu einem tiefgründig besseren Verständnis des Partners beiträgt. Die Untersuchung der Schlüsselbegriffe sowie ihrer Wurzeln und Auswirkungen auf konkretes Handeln, verlangt nach einer integrativen und interdisziplinären Methode, die sich nicht auf die Ereignisgeschichte konzentriert, sondern vielmehr begriffsgeschichtlich argumentiert, d.h. die sozialhistorischen, philosophischen und psychologischen Zusammenhänge kultureller Entwicklungen einbezieht.

Das in verschiedenen Auflagen auf Deutsch und Französisch erschienene Buch von Jacques Leenhardt und Robert Picht Esprit/Geist, 100 Schlüsselbegriffe für Deutsche und Franzosen, vereinigte 1989 zum ersten Mal in einem Sammelband deutsch-französische Schlüsselbegriffe, die hier eine Orientierungshilfe leisten. In knapper, essayistischer Form vergleichen hier deutsch-französische Experten die Bedeutung zentraler Themen aus Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beider Länder: „Wir können unsere in der Zwangsjacke nationaler Beschränkungen starr gewordenen Kulturen nur dann wieder zu neuer Bildsamkeit öffnen, wenn wir gemeinsam mit unseren Lesern die mühsame, gelegentlich schmerzliche, oft auch erheiternde Arbeit der Anamnese leisten. Wir können auf diesem Wege das Gemeinsame im Unterschiedlichen, das Anregende im Fremden entdecken. Denkmuster und Traditionen werden als historisch Gewordenes, also auch weiterhin Entwicklungsfähiges bewusst.“ Das Buch war ein Pionierwerk, das nun bereits über zwei Jahrzehnte hinweg deutsch-französischen Mittlern in Politik, Kultur und Wirtschaft (und vor allem auch solchen, die es werden wollen) die deutsch-französischen Vorstellungswelten, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede erklärt. 25 Jahre nach Erscheinen des Buches, sollen seinem Prinzip folgend, bestimmte zentrale deutsche und französische Schlüsselwörter der interkulturellen Zusammenarbeit aus heutiger Perspektive neu betrachtet werden, in ihrem soziokulturellen Kontext beleuchtet und mit aktuellen Fragestellungen aus der Perspektive interkultureller Forschung und Praxis analysiert werden.

 Im Mittelpunkt sollen dabei folgende drei Themenbereiche stehen:
– das politische Feld (mit Begriffen wie: Nation, centralisme, Staat, syndicat, Umweltschutz)
– das ökonomische Feld (mit Begriffen wie: Stabilität, Mittelstand, Mitbestimmung, patron, invention)
– das kulturelle Feld (mit Begriffen wie: Esprit, civilisation, progrès, raison, terroir, Bildung, Stilleben)

Drei Keynote speaker werden Input für diese Themenbereiche liefern, im Anschluss werden Vorträge und eine Debatte mit Moderation für einen lebendigen Ausstauch zwischen Vortragenden und Publikum sorgen.

Interessierte werden gebeten bis zum 30. Juni 2015 ein kurzes Abstract (max. 3000 Zeichen) für eine 15-minutige Präsentation eines Schlüsselbegriffes auf deutsch oder französisch an Christoph Barmeyer und Catherine Teissier zu schicken.

Christoph.Barmeyer[at]Uni-Passau.de
Catherine.teissier[at]univ-amu.fr

Bei dem Publikum der Tagung handelt es sich vorwiegend um deutsch-französische Studierende und Doktoranden der Universitäten Aix-Marseille und Passau. Die Veranstaltung richtet sich aber auch an interessierte Teilnehmer außerhalb des Universitätskontextes, wie Fach- und Führungskräfte und Lehrer, die in deutsch-französischen Kontexten arbeiten. Die Referenten sollten in ihrem Vortragsstil berücksichtigen, dass ein entsprechender Teil der Zuhörer keine Muttersprachler sind. Eine Publikation der Beiträge ist in einer Sondernummer der Zeitschrift Dokumente/Documents 2016 vorgesehen.

Michel De Waele, Stephan Martens (dir.)
Mémoire et oubli, Controverses de la Rome antique à nos jours,
Presses universitaires du Septentrion, 248 p., 2015

 

S’il est malsain pour une société donnée de ressasser continuellement le passé, il peut être tout aussi nuisible pour elle d’avoir une mauvaise mémoire. Les peuples comme les hommes ne peuvent pas vivre sans être un tant soit peu en paix avec leur mémoire.
Ils ne peuvent pas vivre dans le refoulement. Aussi longtemps qu’un travail sur le passé n’est effectué, le présent peut être gangrené par des retours néfastes. La gestion mémorielle d’événements historiques, de tragédies, de drames reste donc un questionnement très complexe.
Une solution se trouve dans la quête d’une « juste mémoire », formulation empruntée à Paul Ricœur dans La mémoire, l’histoire, l’oubli – ce fragile équilibre entre l’évaluation historique selon la pluralité des mémoires et la nécessité d’une distanciation critique – car, à condition d’écarter des malentendus propices aux polémiques, les abus d’oubli paraissent, en effet, aussi toxiques que les abus de mémoire. De la Rome antique à nos jours : sur la base de la longue durée, les textes présentés par une équipe internationale de chercheurs tentent ainsi de faire avancer le débat.

dfi aktuell

Wir freuen uns, Ihnen die zweite Ausgabe von „dfi aktuell“ im Jahr 2015 übermitteln zu dürfen.

  • dfi analyse: Reform des Collège und die Folgen
  • dfi information: XXXI. Jahreskonferenz des dfi
  • dfi information: Zu Gast im Senat
  • dfi information: Ausbildung überwindet Grenzen. dfi unterstützt das Pilotprojekt AzubiBacPro
  • dfi information: Hochschulkooperation mit Tunesien
  • dfi information: Ehemaligenseminar des Programms „On y va – auf geht’s!“
  • dfi information: Wie viele, wie hoch, wie groß? Themendossiers der Frankreich-Bibliothek mit statistischen Angaben
  • dfi service: Nachwuchswissenschaftler stellen ihre Doktorarbeiten vor
  • dfi service: Frankreich Jahrbuch 2014. Zivilgesellschaft in Frankreich, Deutschland und Europa
  • dfi service: Neu erschienen: Haushaltskulturen
  • dfi service: Neuerscheinung Europa-Jahrbuch
  • dfi service: Ludwigsburger Schlossfestspiele 2015
  • dfi service: Die DFH zur Schulreform in Frankreich
  • dfi service: Kooperationsvertrag „Jugend und Wirtschaft“
  • dfi service: Die Bretagne – faszinierende Partnerregion in Frankreich

Sie finden die neueste Ausgabe von „dfi aktuell“ online unter folgender Adresse:
http://www.dfi.de/pdf-Dateien/Veroeffentlichungen/dfi-aktuell/2015/dfi_aktuell_02_15D.pdf


Nous sommes heureux de vous présenter le deuxième numéro de notre lettre d’information « dfi aktuell » pour 2015.
Dans ce numéro :

  • dfi analyse : La réforme du collège et ses conséquences
  • dfi information : L’actualité s’invite à la XXXIe conférence annuelle du dfi
  • dfi information : Invité au Sénat
  • dfi information : Quand la formation dépasse les frontières
  • dfi information : Coopération universitaire avec la Tunisie
  • dfi information : Séminaire des anciens du programme « On y va – auf geht’s ! »
  • dfi information : En quête de chiffres ? Les dossiers thématiques de la Frankreich-Bibliothek, une mine de données statistiques
  • dfi service : Les jeunes chercheurs présentent leurs thèses
  • dfi service : Frankreich Jahrbuch 2014 : La société civile en France, en Allemagne et en Europe
  • dfi service : Vient de paraître : Cultures monétaires et budgétaires
  • dfi service : Vient de paraître : L’état de l’Union
  • dfi service : Festival du Château de Ludwigsburg 2015
  • dfi service : L’UFA s’exprime au sujet de la réforme des collèges en France
  • dfi service : Convention de Coopération « Jeunesse et Economie »
  • dfi service : La Bretagne – Tour d’horizon d’une région partenaire

Vous trouverez ce numéro de « dfi aktuell » sur notre site web :
http://www.dfi.de/pdf-Dateien/Veroeffentlichungen/dfi-aktuell/2015/dfi_aktuell_02_15F.pdf

Image

Zugang zu allen Bulletins des Komitees

Accès à tous les bulletins du Comité

Le dernier bulletin du Comité est disponible.
Vous pouvez désormais le feuilleter en ligne...