{"id":748,"date":"2011-10-19T16:14:55","date_gmt":"2011-10-19T14:14:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.historikerkomitee.de\/?page_id=748"},"modified":"2013-05-13T21:56:03","modified_gmt":"2013-05-13T19:56:03","slug":"auf-der-suche-nach-einem-anderen-deutschland","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.historikerkomitee.de\/?page_id=748","title":{"rendered":"Auf der Suche nach einem anderen Deutschland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zur Dissertation von Christian Wenkel<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Dissertation <strong><em>\u201eAuf der Suche nach einem anderen Deutschland \u2013 Das Verh\u00e4ltnis Frankreichs zur DDR\u00a0im Spannungsfeld von Perzeption und Diplomatie\u201c <\/em><\/strong>geht von der Feststellung aus, dass es ein spezifisch franz\u00f6sisches Interesse f\u00fcr die DDR gab. Dies geht etwa aus einem Vergleich der Beziehungen der verschiedenen westeurop\u00e4ischen Staaten wie Gro\u00dfbritannien oder Italien mit der DDR hervor: So war Frankreich nach der Bundesrepublik der wichtigste westliche Handelspartner der DDR und das einzige westliche Land, das in Ost-Berlin ein Kulturzentrum unterhielt; allein in Frankreich gab es ein universit\u00e4res Forschungsinstitut, das sich mit der DDR besch\u00e4ftigte, und es gab hier die mit zeitweise bis zu 15.000 Mitgliedern umfangreichste DDR-Freundschaftsgesellschaft der westlichen Hemisph\u00e4re; in keinem anderen westlichen Land wurden mehr ostdeutsche Autoren \u00fcbersetzt, nirgendwo sonst spielten die Anregungen, die von ostdeutschen Theatern wie dem Berliner Ensemble oder der Ost-Berliner Komischen Oper ausgingen eine gr\u00f6\u00dfere Rolle als in der franz\u00f6sischen Theaterszene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeit untersucht, wie dieses, auf einer spezifischen Deutschlandperzeption und pers\u00f6nlichen Kontakten basierende Interesse zu einem mehr oder weniger aktiven Austausch zwischen Franzosen und Ostdeutschen f\u00fchrte und schlie\u00dflich in bilaterale Beziehungen auf wirtschaftlicher, parlamentarischer und vor allem kultureller Ebene m\u00fcndete. Im Gegensatz zu \u201enormalen\u201c bilateralen Beziehungen, bei denen die Regierungsebene als taktgebender Motor fungiert, fehlte es den ostdeutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen an einer koh\u00e4renten, alle Bereiche umfassenden Chronologie. Dementsprechend sind diese Beziehungen charakterisiert durch eine Vielzahl privatgesellschaftlicher Initiativen. Grundlage der Arbeit ist die Auswertung umfangreicher franz\u00f6sischer Quellenbest\u00e4nde, wobei staatliche und private Archive gleicherma\u00dfen Ber\u00fccksichtigung fanden (dies sind im Einzelnen die Archive der Pr\u00e4sidenten der 5.\u00a0Republik, des Au\u00dfenministeriums, des Finanz- und Wirtschaftsministeriums, der Nationalversammlung, des Senats, der Kommunistischen Partei, des <em>Th\u00e9\u00e2tre des Nations<\/em> sowie der <em>Echanges Franco-Allemands<\/em> u.a.; erg\u00e4nzend dazu wurden die relevanten Best\u00e4nde des Ausw\u00e4rtigen Amts, des Ministeriums f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und des <em>Foreign and Commenwealth Office<\/em> konsultiert).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Frage nach dem Interesse f\u00fcr den zweiten deutschen Staat zu beantworten, geht die Dissertation in einem ersten Teil den historischen Urspr\u00fcngen der franz\u00f6sischen Deutschlandperzeption nach, die aus der DDR in bestimmten Kreisen jenes \u201eandere Deutschland\u201c werden lie\u00df, welches man in Frankreich seit dem Krieg von 1870\/71 verloren glaubte. Die \u00dcbertragung der in jenem Kontext entstandenen Theorie der \u201edeux Allemagnes\u201c auf die beiden deutschen Staaten nach 1949 wurde einerseits beg\u00fcnstigt durch die das franz\u00f6sische Bild der Bundesrepublik pr\u00e4gende Wiederaufr\u00fcstungsdebatte, sowie andererseits durch die sich meist auf Bertolt Brecht und Anna Seghers beschr\u00e4nkende Kenntnis von der DDR. Auf der Analyse dieses in linksintellektuellen Kreisen verbreiteten Wahrnehmungsmusters aufbauend, skizziert die Arbeit die Geschichte des privatgesellschaftlichen Hauptakteurs in den ostdeutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen auf franz\u00f6sischer Seite, der <em>Echanges franco-allemands <\/em>(sp\u00e4ter <em>France-RDA<\/em>), und stellt dadurch eine Verbindung zwischen individuellen Motiven und organisiertem bilateralen Austausch her. Die Analyse einzelner Lebenswege erm\u00f6glicht es zudem, individuelle Motive vor ihrem kulturellen Hintergrund nachvollziehbar zu machen und so eine Verbindung zwischen Wahrnehmung und pers\u00f6nlichem Engagement zu etablieren. Es wird dabei auch der mit den verf\u00fcgbaren Quellen nur schwer zu kl\u00e4renden Frage nachgegangen, welchen Einfluss die kommunistische Partei auf diese Gesellschaft und damit auf die Genese der Beziehungen ausge\u00fcbt hat. Am Ende dieses ersten Teils der Arbeit steht schlie\u00dflich eine Auseinandersetzung mit der DDR als einer Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr politische Utopien bei franz\u00f6sischen Linksintellektuellen, Utopien die mit dem von Walter Ulbricht unterst\u00fctzten Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag im August 1968 zerbrachen. Es handelt sich hierbei um den vermutlich tiefstgreifenden Wendepunkt in den franz\u00f6sisch-ostdeutschen Beziehungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Teil der Arbeit ist der Entstehung und Entwicklung der bilateralen Beziehungen im wirtschaftlichen, kulturellen, parlamentarischen und politischen Bereich gewidmet. F\u00fcr den wirtschaftlichen Bereich kann gezeigt werden, dass in den 1950er Jahren dem kommerziellen zun\u00e4chst ein politisches Interesse vorausging. Auf der Suche nach neuen Absatzm\u00e4rkten nahmen franz\u00f6sische Unternehmen die Normalisierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen in den 1960er Jahren jedoch allm\u00e4hlich selbst in die Hand. Die von privater Hand geschaffenen Strukturen, etwa die Einrichtung eines B\u00fcros der franz\u00f6sischen Industrie in Ost-Berlin 1970, erleichterten nur wenige Jahre sp\u00e4ter den \u00dcbergang zu offiziellen Wirtschaftsbeziehungen. Auch nach der offiziellen Anerkennung im Jahr 1973 blieb die westdeutsche Konkurrenz die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr die franz\u00f6sische Industrie auf dem ostdeutschen Markt, blieben die Beziehungen charakterisiert durch eine gro\u00dfe Kluft zwischen Erwartungen und Realit\u00e4t. Die bis in die 1980er Jahre wichtigsten Bereiche wirtschaftlicher Zusammenarbeit waren die chemische und die Eisenbahnindustrie. Ein Unterkapitel thematisiert zudem das politische und wirtschaftliche Interesse an der Leiziger Messe als einem Tor nicht nur zum ostdeutschen, sondern zum gesamten osteurop\u00e4ischen Markt bis hin nach China.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr viel intensivere Verbindungen bestanden jedoch im Bereich Kultur. Als Beispiele daf\u00fcr m\u00f6gen die zahlreichen ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzten ostdeutschen Autoren oder die Er\u00f6ffnung von Kulturinstituten in Paris und Ost-Berlin dienen. Den umfangreichsten Austausch gab es jedoch auf dem Gebiet des Theaters. Von den ersten Gastspielen des Berliner Ensembles in Paris in den 1950er Jahren bis hin zur Reise von Fran\u00e7ois Mitterrand im Dezember 1989 in die DDR zieht sich das Theater Brechts wie ein roter Faden durch die Beziehungen. Es l\u00e4sst sich hier sogar von einem Kulturtransfer zwischen der DDR und Frankreich sprechen \u2013 eines in den Ost-West-Beziehungen w\u00e4hrend des Kalten Krieges ansonsten ausgesprochen seltenen Ph\u00e4nomens, das nicht zuletzt auf die besonders engen Verflechtungen zwischen deutscher und franz\u00f6sischer Kultur zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. In den Kulturbeziehungen muss der Einfluss privatgesellschaftlicher Akteure als besonders hoch eingesch\u00e4tzt werden, weshalb sich ihre Institutionalisierung nach 1973 entsprechend kompliziert gestaltete. Im Einzelnen analysiert die Arbeit die Pr\u00e4senz ostdeutscher Theater beim <em>Th\u00e9\u00e2tre des Nations<\/em> (von 1954 bis 1957 als <em>Festival international d\u2019art dramatique<\/em>), die vom franz\u00f6sischen Au\u00dfenministerium vorgegebenen Spielr\u00e4ume, die Rolle der <em>Echanges Franco-Allemands <\/em>als Hauptakteur der Kulturbeziehungen bis in die 1970er Jahre, den langen Weg zu einem offiziellen Kulturabkommen, sowie schlie\u00dflich das Aufbl\u00fchen dieser Beziehungen in den 1980er Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf politischer Ebene ist das franz\u00f6sische Interesse f\u00fcr die DDR sehr viel schwieriger nachzuweisen und zu erkl\u00e4ren. Besonders umfangreiche Beziehungen, denen auf franz\u00f6sischer Seite ein genuin europ\u00e4isches Interesse zu Grunde lag, gab es auf parlamentarischer Ebene. Die Genese dieses Interesses wurde anhand der Wortprotokolle der Ausw\u00e4rtigen Aussch\u00fcsse beider Kammern analysiert, wobei gezeigt werden kann, dass zweite Berlin-Krise und Mauerbau einen entscheidenden Anteil daran hatten. Die seit 1959 von franz\u00f6sischen Parlamentariern in die DDR unternommenen Reisen und die zu ostdeutschen Politikern unterhaltenen, quasi-diplomatischen Kontakte im Vorfeld der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten wurden als ein Mittel angesehen, um die Spaltung Europas zu \u00fcberwinden; belegt wird dies etwa durch die rege Teilnahme radikal-sozialistischer Abgeordneter und Senatoren an diesem \u201eparlamentarischen Tourismus\u201c in die DDR. Eine neue Stufe des Engagements wurde mit der Gr\u00fcndung von entsprechenden Freundschaftsgesellschaften in der franz\u00f6sischen Nationalversammlung und im Senat zu Beginn der 1970er Jahre erreicht. Ein H\u00f6hepunkt dieser vom franz\u00f6sischen Au\u00dfenministerium zunehmend bef\u00f6rderten \u201eparlamentarischen Diplomatie\u201c war die Reise des Pr\u00e4sidenten der Nationalversammlung Edgar Faure unmittelbar nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen, der die DDR als erster offizieller Vertreter des franz\u00f6sischen Staates besuchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die offizielle Anerkennung des zweiten deutschen Staates selbst wird als Teil eines multilateralen, europ\u00e4ischen Prozesses dargestellt, der sich \u00fcber mehr als zehn Jahre erstreckte und dennoch nie abgeschlossen werden konnte, da Frankreich im Grunde kein Interesse an einer Festschreibung der deutschen Teilung hatte. Die DDR und die Normalisierung der Beziehungen mit dem zweiten deutschen Staat galten der franz\u00f6sischen Au\u00dfenpolitik vielmehr als ein Schl\u00fcssel zur \u00dcberwindung der europ\u00e4ischen Teilung; ein Beispiel daf\u00fcr sind die Verhandlungen \u00fcber den Verkauf der franz\u00f6sischen SECAM-Technologie an die DDR. Es ist dieses Paradox zwischen aktiv betriebener Normalisierung der Beziehungen und der sich bis in Formulierungsdetails bei der Bezeichnung der franz\u00f6sischen Botschaft in Ost-Berlin erstreckenden Kontinuit\u00e4t in der Grundhaltung gegen\u00fcber der deutschen Teilung, welches die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR in den 1970er und 1980er Jahren charakterisiert. Dies erkl\u00e4rt etwa auch die Stagnation in den Kultur- und Wirtschaftsbeziehungen nach 1973: Zwar war das Normalisierungspotential der Beziehungen bereits weitestgehend zu Beginn der 1970er Jahre ausgesch\u00f6pft worden, entscheidend war jedoch vielmehr, dass Frankreich die von der DDR eingeforderte umfassende v\u00f6lkerrechtliche Anerkennung ablehnte, wie es die Verhandlungen \u00fcber ein Konsularabkommen zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das der europ\u00e4ischen Dimension dieser Beziehungen gewidmete Schlusskapitel zeigt dementsprechend Kontinuit\u00e4tslinien der franz\u00f6sischen Deutschlandpolitik von den 1950er bis in die 1980er Jahre, von Charles de Gaulle bis Fran\u00e7ois Mitterrand auf. So diente die von Charles de Gaulle gelegentlich einer vielzitierten Pressekonferenz vom 25. M\u00e4rz 1959 formulierte Definition der franz\u00f6sischen Haltung gegen\u00fcber der DDR und Deutschland in seiner Gesamtheit noch im Herbst 1989 franz\u00f6sischen Diplomaten als Vorlage f\u00fcr ihr eigenes Handeln. Die h\u00e4ufig missverstandene Reise von Fran\u00e7ois Mitterrand im Dezember 1989 in die DDR war nur dem Anschein nach der H\u00f6hepunkt der franz\u00f6sisch-ostdeutschen Beziehungen. Tats\u00e4chlich sollte sie der Stabilisierung des europ\u00e4ischen Kontinents inmitten eines grundst\u00fcrzenden Umbruchs dienen; die deutsche Teilung sollte im Rahmen eines europ\u00e4ischen Integrations- und Einigungsprozesses \u00fcberwunden werden. Die von Mitterrand bei dieser Reise gehaltenen Reden zeigen auch, dass die DDR aus franz\u00f6sischer Sicht immer auch als ein integrativer Bestandteil Deutschlands zu verstehen ist. Nicht nur f\u00fcr Mitterrand gilt: Dem franz\u00f6sischen Interesse f\u00fcr die DDR ging immer ein allgemeines Interesse f\u00fcr Deutschland voraus. Die Beziehungen Frankreichs zur DDR m\u00fcssen mithin auch als ein integrativer Bestandteil der deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen im 20. Jahrhundert verstanden werden.<\/p>\n<div class=\"wp-socializer wpsr-share-icons\" data-lg-action=\"show\" data-sm-action=\"show\" data-sm-width=\"768\"><div class=\"wpsr-si-inner\"><div class=\"socializer sr-popup sr-32px sr-squircle sr-opacity sr-pad\"><span class=\"sr-facebook\"><a data-id=\"facebook\" style=\"color:#ffffff;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/share.php?u=\" target=\"_blank\" title=\"Share this on Facebook\"><i class=\"fab fa-facebook-f\"><\/i><\/a><\/span>\n<span class=\"sr-twitter\"><a data-id=\"twitter\" style=\"color:#ffffff;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?text=%20-%20%20\" target=\"_blank\" title=\"Tweet this !\"><i class=\"fab fa-twitter\"><\/i><\/a><\/span>\n<span class=\"sr-linkedin\"><a data-id=\"linkedin\" style=\"color:#ffffff;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=\" target=\"_blank\" title=\"Add this to LinkedIn\"><i class=\"fab fa-linkedin-in\"><\/i><\/a><\/span>\n<span class=\"sr-pdf\"><a data-id=\"pdf\" style=\"color:#ffffff;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.printfriendly.com\/print?url=\" target=\"_blank\" title=\"Convert to PDF\"><i class=\"fa fa-file-pdf\"><\/i><\/a><\/span>\n<span class=\"sr-share-menu\"><a href=\"#\" target=\"_blank\" title=\"More share links\" style=\"color:#ffffff;\" data-metadata=\"{&quot;url&quot;:&quot;&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;excerpt&quot;:&quot;&quot;,&quot;image&quot;:&quot;&quot;,&quot;short-url&quot;:&quot;&quot;,&quot;rss-url&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.historikerkomitee.de\\\/?feed=rss2&quot;,&quot;comments-section&quot;:&quot;comments&quot;,&quot;raw-url&quot;:null,&quot;twitter-username&quot;:&quot;&quot;,&quot;fb-app-id&quot;:&quot;&quot;,&quot;fb-app-secret&quot;:&quot;&quot;}\"><i class=\"fa fa-plus\"><\/i><\/a><\/span><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Dissertation von Christian Wenkel Die Dissertation \u201eAuf der Suche nach einem anderen Deutschland \u2013 Das Verh\u00e4ltnis Frankreichs zur DDR\u00a0im Spannungsfeld von Perzeption und Diplomatie\u201c geht von der Feststellung aus, dass es ein spezifisch franz\u00f6sisches Interesse f\u00fcr die DDR gab. 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