Deutsch-französisches Historikerkomitee

Comité franco-allemand des historiens

Le 5e prix de thèse du Comité a été décerné, lors de l'AG du 30 septembre 2016,
à Marion Aballéa pour sa thèse: „Un exercice de diplomatie chez l’ennemi : l’ambassade de France à Berlin 1871-1933“

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Petit tour des blogs d’histoire germanophones

Am 22. Februar 2015 ist Lothar Hilbert verstorben, Professor im Ruhestand am Seminar für Zeitgeschichte der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Viele kennen ihn durch seine häufige und engagierte Teilnahme an den bi-annuellen Kolloquien des Deutsch-Französischen Historikerkomitees. Er hat über mehr als 25 Jahre, praktisch seit der Gründung des Komitees, dessen Arbeit und Entwicklung konstruktiv begleitet. Das Komitee verliert mit ihm einen guten Geist,  der hochkompetent und wohlwollend im Hintergrund wirkte.

Lothar Hilbert wurde am 5. Oktober 1924 in Magdeburg geboren. Über seine Herkunft, Kindheit und Jugend hat er sich wenig geäußert. Im Zweiten Weltkrieg erlitt er eine Kopfverletzung, die ihn lebenslang plagte, ohne daß er davon Aufhebens machte, die aber vielleicht sein zurückhaltendes und manchmal etwas eigenwilliges Wesen erklären kann.

Nach dem Krieg, seit 1946, erarbeitete er sich mit zwei Studiengängen eine weite und profunde Fachkompetenz: das erste Studium umfaßte die Fächer Geschichte, Geographie, Englisch und Philosophie, das Zweitstudium Jura, im besonderen Staatsrecht und Völkerrecht, und Politische Wissenschaft. Studienorte waren Heidelberg, Göttingen, Cambridge (Emmanuel College), Nancy und Paris. 1950 legte er in Göttingen in den erstgenannten Fächern das Staatsexamen für das Höhere Lehramt ab. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent am Göttinger Historischen Seminar (bei Percy Ernst Schramm) hat er dann das Studium der zweitgenannten Fächer vornehmlich an den genannten ausländischen Universitäten vertieft. 1954 wurde er in Cambridge als Doctor of Philosophy im Fach Modern Diplomatic History promoviert (bei Herbert Butterfield). 1958 erwarb er in Nancy das Diplôme d´Etudes Supérieures Européennes und legte 1962 an der Universität Paris (damals noch gleichbedeutend mit der Sorbonne) das Examen für den Docteur en Droit ab, was ihn mit Pierre Renouvin und der französischen Schule der Geschichte der Internationalen Beziehungen zusammenführte, später auch mit Jean-Baptiste Duroselle und René Girault.

Seit 1960 war Hilbert als akademischer Lehrer tätig, 1960-1962 als Lecteur  an der Ecole des Cadres des Sciences Economiques in Paris, 1961 und 1962 zugleich an der Faculté de Droit Comparé in Luxemburg, seit 1963 als Professor an der Ecole des Hautes Etudes Commerciales und gleichzeitig als Lehrbeauftragter an der Faculté de Droit an der Universität Paris. 1968 wurde Hilbert dann, nach einer Umhabilitierung auf der Grundlage seiner Veröffentlichungen und Tätigkeiten, zum Wissenschaftlichen Rat und Professor an der Universität Tübingen ernannt. Am dortigen Seminar für Zeitgeschichte, das erst Anfang der 1960er Jahre vor dem Hintergrund der problembehafteten jüngsten deutschen Vergangenheit gegründet worden war, hat er bis zu seiner Entpflichtung im Jahre 1990 Generationen von Studierenden in „Quellenkunde und Geschichte der europäischen Diplomatie und des Vertragswesens“ (seine Venia) ausgebildet und das hohe Ansehen dieses in Deutschland einzigartigen universitären Instituts mitgeprägt, zusammen mit dessen unvergessenem Gründungsdirektor Gerhard Schulz.

Das breite Hauptthema Hilberts in Forschung und Lehre war die Geschichte der Außenpolitik und  der Internationale Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert, in einer Zeit, als diese Thematik an deutschen Universitäten wenig präsent war. Schwerpunkte bildeten Krieg und Frieden, die Internationalen Organisationen, die deutsch-französischen Beziehungen, Militär- und Rüstungsgeschichte, vor allem auch die Europäische Integration. Er publizierte gleichermaßen in deutscher, englischer und französischer Sprache. Das Thema seiner Cambridger Dissertation von 1954 lautete: „The rôle of Military and Naval Attachés in the British and German Service, with particular reference to those in Berlin and London, and their effect on Anglo-German relations, 1871-1914“. Die Entstehung und Funktion des den diplomatischen Vertretungen im europäischen Ausland seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beigeordneten Militärattachés faszinierten ihn in besonderer Weise. Die Abschlußarbeit in Nancy von 1958 weitete die Thematik noch aus: „Les rapports entre les pouvoirs civil et militaire en France, en Grande-Bretagne et en Allemagne au début du 20e siècle“. In der Folgezeit griff er die genannten Themenschwerpunkte in verschiedenen kleineren Beiträgen wieder auf und erweiterte sie. Die geplante größere Studie über Rüstung und Waffenlieferungen am Vorabend des Ersten Weltkriegs blieb freilich unvollendet.

Wer Hilbert kennenlernte, begegnete einem weltläufigen Herrn mit einem Hauch feiner englischer, auch konservativer, Lebensart. Perfekt Englisch und Französisch sprechend, fühlte er sich in Cambridge ebenso wie in Paris zu Hause, aber auch in Brüssel oder Luxemburg. Immer wieder überraschte er durch hochkarätige persönliche Verbindungen, die ihm im Laufe seines akademischen und beruflichen Werdegangs international zugewachsen waren. Dazu gehörte auch, daß er, offenbar als einziger westdeutscher Historiker, dem Kreis der Gründungsmitglieder der 1969 von Fernand L´Huillier (Universität Strasbourg) inspirierten „Association Internationale d´Histoire Contemporaine de l´Europe“ (AIHCE) angehörte, die nach der sowjetischen Niederschlagung des Prager Frühlings den osteuropäischen Historikern die Tür zu den westeuropäischen Kollegen offen hielt, und die bis heute besteht. 1989 wurde er als Fellow in die Royal Historical Academy in London gewählt. Währenddessen hatten es die Tübinger Studenten, aber auch mancher Fachkollege, mit einem Professor alter Schule zu tun, der, manchmal recht energisch, in Mode kommende Aufweichungen wissenschaftlicher Qualitätsstandards stets zurückwies.

Im Ruhestand blieb Hilbert dem Seminar für Zeitgeschichte eng verbunden. Mit seiner internationalen Erfahrung nahm er über viele Jahre, nach Art eines elder statesman, weiter aktiv am akademischen Leben teil, in Tübingen und darüber hinaus, mit Lehrveranstaltungen, studentischen Exkursionen, Pflege der kollegialen Community, Besuch von Kolloquien (wie denen des Komitees) und einigen Publikationen. Insgesamt eher ein Einzelkämpfer, und sich in den letzten Jahren mehr und mehr zurückziehend, verstarb er 90-jährig im Kreise seiner weiteren Familie.

Franz Knipping
Professor emeritus. Bergische Universität Wuppertal

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An der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
ist am Lehrstuhl für Neuere Geschichte zum 01.09.2017 eine Stelle

einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters
(65%, EG 13 TV-L)

zu besetzen. Die Anstellung erfolgt befristet für die Dauer von drei Jahren. Es handelt sich um eine Qualifikationsstelle im Sinne des Wissenschaftsvertragsgesetzes (WissZeitVG), die der Förderung der wissenschaftlichen Qualifizierung der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters dienen soll.

Ihre Aufgaben: Die Bearbeitung eines geschichtswissenschaftlichen Forschungsprojektes über „Infrastrukturen und die Kontinuität der Europäischen Integration: Der Europäische Post- und Fernmeldeverein 1942-1944“. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt wird von Pascal Griset (Universität Paris-Sorbonne) und Guido Thiemeyer (Heinrich-Heine Universität Düsseldorf) koordiniert. Beteiligt sind Forscherinnen und Forscher aus den Universitäten Düsseldorf, Siegen, Paris und Straßburg.
Ziel ist es, Kontinuitäten und Diskontinuitäten der europäischen Integration am Beispiel des Europäischen Post- und Fernmelde-vereins während des Zweiten Weltkriegs zu untersuchen.

Fristdatum: 17.04.2017

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Programme d’échange franco-allemand d’assistants parlementaires stagiaires à Berlin (2017-2018) /Parlamentsstipendien im Ausland

Voici une information pour vos étudiants, à faire circuler
Très urgent => Date limite d’envoi des dossiers : 15 mars 2017 (pour les Français)

Le programme d’échange franco-allemand d’assistants parlementaires stagiaires offre à cinq étudiants français la possibilité d’effectuer un séjour de dix mois (du 1er octobre 2017 au 31 juillet 2018) à Berlin.
Il comporte une période d’études à l’Université Humboldt, puis un programme d’activités au Bundestag comprenant un stage de trois mois auprès d’un parlementaire allemand.

Il est mis en œuvre par le ministère de l’éducation nationale, de l’enseignement supérieur et de la recherche, l’Assemblée nationale, l’Office allemand d’échanges universitaires (D.A.A.D.), l’Université Humboldt de Berlin et le Deutsche Bundestag.

Retrouvez ici toutes les informations concernant les modalités de candidature et les conditions de séjour.

Das gleiche Angebotfür Deutsche Studenten:
Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017.

Parlaments-Praktika in Frankreich

Das Deutsch-Französische Parlaments-Praktikum richtet sich an deutsche bzw. französische Studierende bzw. Hochschulabsolventen, welche die Möglichkeit erhalten, im jeweils anderen Land ein Praktikum in der Assemblée Nationale (für deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer) bzw. im Deutschen Bundestag (für französische Teilnehmerinnen und Teilnehmer) mit einem Studienaufenthalt am Institut d’Etudes Politiques de Paris bzw. an der Humboldt-Universität zu verbinden.

Deutsche Interessentinnen und Interessenten, die sich für ein Stipendium im Rahmen des Echange Franco-Allemand d’Assistants Parlementaires Stagiaires zu einem Aufenthalt in Paris interessieren, finden hier die Programmbeschreibung 2017/2018, eine Checkliste, einen Vordruck Sprachnachweis sowie Hinweise für Empfehlungsschreiben.

Bewerbungen werden ausschliesslich über das Bewerbungsportal eingereicht.

Kontakt
Ulrike Schenkelberg
Internationales Büro
Unter den Linden 6
10099 Berlin

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Le Centre Marc Bloch et le CIERA organisent le 19 mai 2017 à Berlin un séminaire postdoctoral consacré à la question du « Défi de l’après – la phase postdoctorale en France et en Allemagne« .
La soutenance d’une thèse de doctorat marque la fin d’un cycle et la reconnaissance de ses pairs. Mais elle ouvre dans le même temps une phase d’incertitudes et d’inquiétudes légitimes sur son avenir professionnel à court, moyen et long terme. Quel que soit le système universitaire dans lequel on a fait sa thèse, les jeunes chercheurs partagent de part et d’autre du Rhin un certain nombre de questions, de doutes et d’angoisses, qui portent tant sur les aspects institutionnels que sur les choix très concrets à faire : doit-on privilégier la carte de l’internationalisation de son parcours ? Comment arriver à construire un nouveau sujet de recherche ? Quelles sont les possibilités structurelles qui s’offrent en France, en Allemagne ou ailleurs ?
Vous trouverez en pièce jointe l’appel à candidature détaillé pour ce séminaire. Les demandes sont à adresser à Emmanuel Droit (dem[at]cmb.hu-berlin.de), directeur adjoint du Centre Marc Bloch, jusqu’au 31 mars 2017.
———–
Emmanuel Droit
Directeur adjoint du Centre Marc Bloch, Berlin (UMIFRE14 – USR3130)
Centre franco-allemand de recherches en sciences sociales
Friedrichstrasse 191
D-10117 Berlin
+49 (0)30- 20 93 70 702
http://www.cmb.hu-berlin.de
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Ausschreibung: Deutsch-französischer Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten
/ Appel à candidature: Prix franco-allemand d’histoire attribué aux mémoires de master

voir version fr. plus bas

Die Gesellschaft der Freunde des DHIP verleiht im Mai 2017 am Deutschen Historischen Institut Paris den dritten Deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten.
Bewerbungsfrist: 1. März 2017

Eingereicht werden können Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 an einer Hochschule in Deutschland oder Frankreich als Master-Abschlussarbeit (oder Äquivalent, z. B. Zulassungsarbeit zum Staatsexamen) in den Geschichtswissenschaften oder einer historisch arbeitenden Disziplin eingereicht und mit einer Note von „gut“ bis „sehr gut“ (in Frankreich 14/20 und besser) bewertet worden sind. Der Untersuchungsgegenstand der Arbeit soll im Falle einer Eingabe an einer deutschen Hochschule der französischen Geschichte, im Falle einer Eingabe an einer französischen Hochschule der deutschen Geschichte entnommen sein oder für beide Fälle der deutsch-französischen Geschichte angehören. Der Untersuchungszeitraum der Arbeit kann von der Spätantike bis in die jüngste Zeitgeschichte reichen. Die Nationalität des Bewerbers oder der Bewerberin ist irrelevant.

Zur Teilnahme am Wettbewerb senden Sie Ihre Abschlussarbeit bitte per E-Mail zusammen mit dem Gutachten des Betreuers oder der Betreuerin der Arbeit, einem Bewerbungsschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf in einem einzigen PDF-Dokument an: geschichtspreis@dhi-paris.fr
Einsendeschluss ist der 1. März 2017.

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Der deutsch-französische Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten ist mit 500 € dotiert. Der Preisträger oder die Preisträgerin wird zum Maifest der Gesellschaft der Freunde des Deutschen Historischen Instituts am 17. Mai 2017 nach Paris eingeladen, in dessen Rahmen die offizielle Preisverleihung stattfinden wird. Die Reise- und Übernachtungskosten werden erstattet. Eine Zusammenfassung der Arbeit soll im jährlichen Bulletin der Gesellschaft der Freunde des Deutschen Historischen Instituts erscheinen. Die Zeitschrift des DHIP »Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte« behält sich die Möglichkeit vor, nach der üblichen externen Begutachtung, wesentliche Aspekte der Preisschrift als wissenschaftlichen Aufsatz zu veröffentlichen.

Eine Kommission aus Mitgliedern der Gesellschaft der Freunde des Deutschen Historischen Instituts, Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Deutschen Historischen Instituts Paris und französischen Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen wählt unter den eingegangenen Bewerbungen den Preisträger oder die Preisträgerin aus. Ein Rechtsanspruch auf die Verleihung des Preises besteht nicht.

Appel à candidature: Prix franco-allemand d’histoire attribué aux mémoires de master

En 2017, la Société des amis de l’IHA décerne le troisième Prix franco-allemand d’histoire attribué aux mémoires de master.

Date limite de dépôt des dossiers: 1er mars 2017.

Peuvent concourir les travaux qui ont été présentés entre le 1er janvier 2016 et le 31 décembre 2016 à titre de mémoire de master 2 (ou équivalent, par exemple mémoire d’admission au Staatsexamen) en histoire ou une discipline apparentée à l’histoire dans un établissement d’enseignement supérieur de France ou d’Allemagne et qui ont reçu la mention »bien« ou »très bien« (en France à partir de 14/20). L’histoire française doit constituer l’objet de recherche des mémoires soutenus dans un établissement allemand, l’histoire allemande celui des mémoires réalisés dans un établissement français. Dans les deux cas, les travaux peuvent aussi porter sur l’histoire franco-allemande. La période étudiée peut aller de l’antiquité tardive à l’histoire du temps présent. Il n’est pas tenu compte de la nationalité des candidats.

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Call for papers : Bürokratisierung und Identitätskonstruktion im kolonialen und postkolonialen Kontext (1500–2015) /Bureaucratisation et construction des identités dans le contexte colonial et post-colonial (1500–2015)

Sommeruniversität des DHIP, 3.–7. Juli 2017 / Université d’été de l’IHA, 3–7 juillet 2017
Einsendeschluss: 15.3.2017 /Date limite: 15/3/2017

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vers l’appel à communications – fr (pdf)

version française ci-dessous (« more »)

Nahezu in allen Bereich sind bürokratische Praktiken Teil unseres Alltags. Unter Bürokratie verstehen wir eine Herrschaftsform, die in all jenen Gemeinwesen zu Tage tritt, die durch Professionalisierung, Hierarchien und rationale Normen gekennzeichnet sind. Häufig mit dem Staat assoziiert, gehen bürokratische Praktiken über das rein öffentliche Wirkungsfeld hinaus. Unser Leben wird von ihnen im privaten und beruflichen Bereich genauso bestimmt und strukturiert wie im politischen. Das reicht von der Erfassung der Geburtsurkunde bis zur Steuererklärung, von der Mitgliedskarte im Fußballverein zur Teilnahme an Wahlen, von der Verbandsmitgliedschaft zur Vermietung einer Wohnung, vom Darlehen bei einer Bank hin zur Aufnahme in einer Klinik. Bürokratische Praktiken werden nicht nur »von oben« aufgezwungen, sondern auch im Alltag »von unten« erfunden, herausgefordert und neuformuliert. In den letzten Jahrzehnten haben sie sich im Zuge von Globalisierung, der Existenz multinationaler Unternehmen und der Implementierung neoliberaler Regierungsprinzipien verstärkt. Der massive Rückgriff auf Statistiken bestätigt, dass wir in einem bürokratischen Universum leben, in dem der Gebrauch von Zahlen im Zentrum von Machtbeziehungen innerhalb von Verwaltungen, Unternehmen, Verbänden und sogar der Politik steht. Dazu kommt, dass viele aktuelle Konflikte teilweise mit bürokratischen Praktiken einhergehen. Dies betrifft sowohl Staaten in ihrem Anspruch, Personen und Territorien zu beherrschen, als auch Akteure in Bürgerkriegen, Piraten, Schleuser oder die Arbeitswelt. Zunehmend kommt es zu Spannungen, die auf die steigende Bedeutung zahlengebundener Indikatoren, Benchmarking, Berichtssysteme, quantitativer Auswertungen oder vielschichtiger Prozesse der Normalisierung, Rückverfolgbarkeit und Zertifizierung  zurückzuführen sind.

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Bürokratie ist eine gesellschaftliche Organisationsform. Seit über fünfhundert Jahren hat sie die Welt »erobert«. Was wie eine Erfolgsgeschichte erscheint, hatte verschiedene Ursprünge und war zugleich von Widerständen, Transformationen und Neuinterpretationen geprägt. Diese haben dazu beigetragen, bürokratische Praktiken lokal anzupassen und zu vereinnahmen. Dies wird besonders deutlich in der Rolle bürokratischer Praktiken bei der Produktion und Repräsentation von Identitäten infolge von Identifikationsprozessen. Auch Afrika und andere (post-)koloniale Regionen sind diesem Prozess nicht entgangen. Die Festlegung kolonialer, föderaler oder nationaler Territorien, die Registrierung von Einwohnern und das Ausstellen von Ausweispapieren, Pässen und anderen Passierscheinen, statistische Erhebungen von Altersangaben sowie sozialer, ökonomischer und ethnischer Kategorien, die Bestimmung von Zugehörigen zu Dorfvereinen und tontines, die zunehmende Bedeutung der Quantifizierung durch Strukturanpassungsprogramme, Inklusion und Armutsbekämpfung… all diese sozialen Organisationsformen gehen Hand in Hand mit bürokratischen Praktiken, die (wiederum) die Konstruktion von Identitäten und Identifikationen schaffen, verstärken und verstetigen können. Häufig als kulturelle, soziale oder politische Ausdrucksformen betrachtet, schreiben sie sich auch in Texte, Vorschriften, Kriterienkataloge und Kategorisierungen ein. Die Untersuchung kolonialer und postkolonialer Kontexte eröffnet also ein weites Forschungsfeld über das Wechselverhältnis von Bürokratie und Identitätskonstruktion. Wer sind »wir« und wer sind die »anderen«? Eine Annäherung an diese so alten wie nach wie vor politisch brisanten Fragen ist nur möglich, indem man die Rolle bürokratischer Praktiken im gesellschaftlichen Leben und ihre Bedeutung in verschiedenen Kontexten berücksichtigt.

Die deutsch-französische Sommeruniversität will diese Fragen aus interdisziplinären, epochenübegreifenden und transnationalen Perspektiven erforschen. Diese trilaterale deutsch-französisch-senegalesische Veranstaltung soll zu einem besseren Austausch in den Afrikastudien zwischen Europa, Afrika und anderswo beitragen. Dazu umfasst die Sommeruniversität die Lektüre theoretischer Texte, Präsentationen zu bestimmten Problematiken und Fallstudien sowie Diskussionen. Ziel ist es, eine Grundlage für zukünftige Forschung und Reflektion zu schaffen, welche neue Perspektiven und innovative Ergebnisse erlaubt.

Die Sommeruniversität wird vom transnationalen Forschungsprogramm »Die Bürokratisierung afrikanischer Gesellschaften« und dessen Partnern organisiert. Sie wird koordiniert vom Deutschen Historischen Institut Paris (DHIP), dem Centre de recherches internationales (CERI) der Sciences Po Paris und dem Centre de Recherche sur les Politiques sociales (CREPOS) in Dakar/Saint Louis (Sénégal) und von der Deutsch-Französischen Hochschule unterstützt.

Bestätigte Redner/innen: Peter Becker, Thomas Bierschenk, Simona Cerutti, Birgit Emich, Jean-Pierre Grossein, Carolyn Hamilton, Béatrice Hibou, Matthew S. Hull, Istvàn Kristo-Nagy, Elísio Macamo, Nayanika Mathur, Jean-Pierre Olivier de Sardan, Ursula Rao, Boris Samuel

Die Sommeruniversität richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Doktoranden und Postdoktoranden), aber auch an Masterstudierende mit einem Forschungsprojekt aus dem Bereich »Bürokratisierung und Identitätskonstruktion«. Vorschläge aus verschiedenen Disziplinen der Sozial- und Geisteswissenschaften sind willkommen, insbesondere Geschichte, Soziologie, Ethnologie, Philosophie und Politikwissenschaften. Kenntnisse der französischen Sprache werden vorausgesetzt.

Die Bewerbungen werden von Susann Baller, Sévérine Awenengo Dalberto, Béatrice Hibou und Niels F. May begutachtet. Auswahlkriterien sind wissenschaftliche Leistung und das Interesse an methodischen Fragestellungen. Die Anbindung an eine afrikanische, französische und/oder deutsche Universität oder Forschungsinstitution ist ein Vorteil, aber kein Ausschlusskriterium. Ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die Reisekosten teilweise erstattet.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in einem einzelnen PDF-Dokument bis zum 15. März an: nmay@dhi-paris.fr. Enthalten sein sollten:
1.     Abstract des geplanten Vortrags (max. 500 Wörter)
2.    Akademischer Lebenslauf mit Publikationsliste, Angaben zu Ihren Sprachkenntnissen.

zum Call for papers (PDF-Dokument)

Les pratiques bureaucratiques sont omniprésentes dans notre vie quotidienne. Par bureaucratie, nous entendons une forme de domination (Herrschaft) dans toute sorte de communautés caractérisée par une professionnalisation, des hiérarchies et des normes rationalisées. Souvent liées à l’État, les pratiques bureaucratiques vont bien au-delà de la sphère publique. De l’enregistrement de l’acte de naissance à la déclaration d’impôts, de la carte de membre du club du football à la participation aux élections, de l’appartenance associative à la location d’une habitation, de l’emprunt dans une banque à l’acceptation dans un centre de soin, nos vies sont rythmées et structurées par ces pratiques aussi bien dans les domaines privé et professionnel que politique. Celles-ci ne sont pas uniquement imposées »d’en haut« mais aussi inventées, contestées et reformulées par »le bas« au quotidien. Durant les dernières décades, les pratiques bureaucratiques s’amplifient avec la mondialisation, les entreprises multinationales et la mise en œuvre de normes néolibérales de gouvernance. Le recours massif à la statistique confirme l’adhésion à l’univers bureaucratique en inscrivant l’usage des chiffres au cœur des rapports de pouvoir au sein des administrations, des entreprises, des associations et même dans la politique. En outre, nombre de conflits actuels sont en partie liés à des pratiques bureaucratiques. Ceci concerne aussi bien les États dans leur ambition de contrôler les personnes et les territoires que parmi les protagonistes des guerres civiles, les pirates, les passeurs de migrants, ou le monde du travail. L’importance croissante donnée aux indicateurs chiffrés, à l’étalonnage, aux techniques de reporting, aux évaluations quantifiées ou aux multiples procédures de normalisation, de traçabilité ou de certification créent des tensions.

La bureaucratie est une forme d’organisation des sociétés. Elle conquiert le monde depuis plus que cinq-cents ans. Ce qui apparaît comme une histoire victorieuse, a eu différentes origines, et a été faite aussi de résistances, de transformations et de réinterprétations qui ont contribué, différemment selon les conditions locales, à réadapter les pratiques bureaucratiques. Ceci est particulièrement évident dans le rôle crucial des pratiques bureaucratiques dans la production et les représentations des identités par des processus d’identification.  L’Afrique et d’autres régions du monde (post-)colonial n’ont pas échappé à ce processus. Délimitation des territoires coloniaux, fédéraux ou nationaux, enregistrement des habitants et livraison des cartes d’identité, des passeports et autres laissez-passer, enquêtes statistiques sur les conditions sociales, économiques, ethniques, d’âge, définition des conditions d’appartenance aux associations de village ou aux tontines, montée en puissance de la quantification avec les ajustements structurels et les programmes d’inclusion et de lutte contre la pauvreté… les formes d’organisation sociale vont de pair avec des pratiques bureaucratiques qui peuvent elles-mêmes créer et/ou renforcer la construction des identités et des identifications. Souvent considérées comme expressions culturelles, sociales ou politiques, elles sont aussi inscrites dans les textes, les règlements, les listes des critères, des catégorisations. Ainsi, l’examen des contextes coloniaux et post-coloniaux offre un vaste terrain pour l’étude des interdépendances entre bureaucratisation et construction des identités. Qui sommes »nous« et qui sont les »autres«? Ces questions aussi anciennes que politiquement brûlantes aujourd’hui ne peuvent être abordées qu’en considérant l’insertion de ces pratiques bureaucratiques dans la vie en société et la signification que ces dernières prennent dans des contextes différents.

L’université d’été franco-allemande entend explorer ces questions dans des perspectives interdisciplinaires, transpériodiques et transnationales. Cette manifestation trilatérale – allemande, française et sénégalaise – vise à mettre en place un meilleur échange entre les études africaines menées en Europe, en Afrique et ailleurs. L’université d’été combinera la lecture de textes théoriques, des présentations ciblées sur certaines problématiques et des études de cas ainsi que des débats. Le but est d’établir une base solide de réflexion et de recherche qui peut encourager des nouvelles perspectives ainsi que des résultats solides et novateurs.

L’université d’été est organisée par le programme de recherche transnational »La bureaucratisation des sociétés africaines« et ses partenaires. Elle est cofinancée par l’Université franco-allemande, en collaboration avec l’Institut historique allemand (IHA), le Centre de recherches internationales (CERI) de Sciences Po Paris et le Centre de recherche sur les politiques sociales (CREPOS) de Dakar/Saint Louis (Sénégal).

Les conférenciers confirmés sont: Peter Becker, Thomas Bierschenk, Simona Cerutti, Birgit Emich, Jean-Pierre Grossein, Carolyn Hamilton, Béatrice Hibou, Matthew S. Hull, Istvàn Kristo-Nagy, Elísio Macamo, Nayanika Mathur, Jean-Pierre Olivier de Sardan, Ursula Rao, Boris Samuel

L’université d’été s’adresse aux jeunes chercheurs (doctorants et post-doctorants), mais également aux étudiants en master ayant un projet de recherche dans le domaine »Bureaucratisation et création des identités«. Nous invitons des candidatures des différentes disciplines en sciences sociales et humaines, telles que l’histoire, la sociologie, l’anthropologie, la philosophie et les sciences sociales du politique. Les cours se tiendront en langue française et anglaise.

Les candidatures seront évaluées par Susann Baller, Sévérine Awenengo Dalberto, Béatrice Hibou et Niels F. May. Les critères de sélection seront l’excellence scientifique et l’intérêt porté aux questions méthodologiques. L’affiliation à une université africaine, française ou allemande sera un atout, mais pas exclusive. Les candidat(e)s sélectionné(e)s recevront un soutien financier pour leurs frais de voyage.

Veuillez soumettre vos dossiers de candidature en un seul fichier PDF avant le 15 mars 2017 à: nmay@dhi-paris.fr, incluant:
1.    un résumé de votre projet de recherche de 500 mots
2.    votre curriculum vitae, indiquant votre statut, votre affiliation et vos connaissances en langues.

vers l’appel à communications (document PDF)

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Hélène Miard-Delacroix erhält den Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung

Die Professorin für zeitgenössische Geschichte und Zivilisation Deutschlands an der Universität Paris-Sorbonne, Hélène Miard-Delacroix, bekommt den Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg. Der Preis zeichnet herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich mit ihrem Schaffen in vorbildlicher Weise um international ausgerichtete, geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung verdient gemacht haben. Er ist mit 30 000 € dotiert und bietet dem Preisträgers oder der Preisträgerin darüber hinaus die Möglichkeit zu einem Forschungsaufenthalt und zur Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg München.

Hélène Miard-Delacroix ist seit 2010 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des DHIP und Autorin von Band 11 der Deutsch-französischen Geschichte »Im Zeichen der europäischen Einigung. 1963 bis in die Gegenwart«. Ihre 2013 erschienene viel beachtete Biographie über Willy Brandt, ist Ende 2016 in englischer Übersetzung publiziert worden.

»Mit ihren Forschungsleistungen, insbesondere zur deutsch-französischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, hat sie Maßstäbe gesetzt. Der wichtige Forschungstrend der histoire croisée verdankt ihren Arbeiten entscheidende innovative Impulse«, begründet Hans van Ess, Vorsitzender der Auswahlausschusses und Präsident der Max Weber Stiftung, die Entscheidung der Jury. Zugleich gehöre sie mit ihren vielfältigen Aktivitäten auch in der weiteren Medienöffentlichkeit zu den aktuell wichtigsten Vermittlern zwischen der französischen und deutschen Wissenschaftskultur.

Hélène Miard-Delacroix wirkt als Mitglied in zahlreichen akademischer Gremien in Deutschland und Frankreich; sie ist Trägerin des deutschen Bundesverdienstkreuzes sowie des französischen Ordens der Palmes académiques.

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Diffusion du film documentaire „L’Ethnologie du IIIème Reich“

Dimanche 12 février 2017 à 22.35 sur France 5

(rediffusion :Samedi 25 Février 00h15)

Documentaire Durée : 50min

Ce film réalisé par Daniel Vigne et co-écrit par Jean-Louis Georget plonge le spectateur au cœur des débats de l’ethnologie allemande et de la façon dont une science a pu être dévoyée pour se mettre au service d’une imposture idéologique meurtrière. Théories racistes, arrangements historiques et folie des grandeurs, la propagande du IIIe Reich ne reculait devant rien pour justifier l’injustifiable…

En 1968, Wolfgang Emmerich, jeune étudiant à l’Université de Tübingen, publie sous l’égide de son maître à penser, l’ethnologue Hermann Bausinger, une thèse qui a des répercussions retentissantes dans le milieu universitaire allemand et brise le silence tacite qui couvrait les relations perverses entre le nazisme et la Volkskunde, l’ethnologie du peuple allemand. La thèse soutient que les origines des politiques eugénistes d’extermination et du modèle racial du IIIème Reich sont à chercher aussi du côté des ethnologues allemands, chargés à l’époque de promouvoir l’idéologie de la germanité.
A travers le témoignage inédit des deux protagonistes principaux de l’époque, Emmerich et Bausinger, et grâce à de nombreuses archives photographiques et filmiques sur les expéditions ethnologiques du début du siècle, l’Ethnologie du IIIème Reich, propose d’éclairer une part méconnue de l’Histoire.
Ce film réalisé par Daniel Vigne et co-écrit par Jean-Louis Georget, chercheur en histoire de l’ethnologie au centre Georg Simmel de l’EHESS et professeur invité à Francfort, plonge le spectateur au coeur des débats de l’ethnologie allemande et de la façon dont une science a pu être dévoyée pour se mettre au service d’une imposture idéologique meurtrière.

52′ inédit – un film écrit par Daniel Vigne et Jean-Louis Georget – réalisé par Daniel Vigne – Une coproduction Cinétévé (Fabienne Servan Schreiber et Estelle Mauriac) et CNRS Images (Marie Mora Chevais) , avec la participation de France Télévisions, avec le soutien de la Procirep, avec la participation du Centre national du cinéma et de l’image animée – commentaire dit par Marie-José Segarra – musique originale Gilles Daviaud – Année 2016.

A revoir sur Francepluzz TV

ou ICI (youtube)

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Avec « L’Ethnologie du IIIe Reich », documentaire signé Daniel Vigne et Jean-Louis Georget, « La Case du siècle » met en lumière la supercherie scientifique qui a nourri l’idéologie nazie. Théories racistes, arrangements historiques et folie des grandeurs, la propagande du IIIe Reich ne reculait devant rien pour justifier l’injustifiable…

Au lendemain de la Première Guerre mondiale, l’Allemagne, battue sur tous les fronts, doit renoncer à ses colonies. Les ethnologues allemands perdent ainsi l’opportunité de poursuivre leurs études des populations dites « non européennes ». Ils vont alors se concentrer sur ce qu’ils appellent la Volkskunde, c’est-à-dire l’étude du peuple allemand. De 1933 à 1945, sous la direction de Gustav Bebermeyer, l’université de Tübingen devient un haut lieu de l’ethnologie du IIIe Reich. Les chaires de la faculté sont occupées pour la plupart par des chercheurs nazis. En étayant leur point de vue raciste sur la supériorité d’une race germanique fantasmée, ils posent les jalons pseudo-scientifiques qui justifieront par la suite la solution finale. De ce point de départ, le film de Daniel Vigne cherche à comprendre sur quoi reposait cette pseudo-ethnologie.
Une ethnologie d’opportunistes
Parmi les étudiants de Bebermeyer, le jeune Hermann Bausinger est frappé par l’opportunisme de ses professeurs de l’époque. Aujourd’hui, il se rappelle : « Il n’était pas vraiment un très grand professeur, mais il a saisi l’opportunité et a fait régner la discipline à sa manière au sein de l’université. » Bausinger remplacera Bebermeyer à la tête de l’université de Tübingen à la fin de la guerre.
Mais sur quoi au juste se fondent ces théories qui nourrissent la propagande nazie ? Parmi les élèves de Bausinger, un certain Wolfgang Emmerich va, dans les années 1960, exposer au grand jour l’imposture de ses aînés dans L’Idéologie de la germanité sous le IIIe Reich. Sa thèse est une déconstruction de la Volkskunde qui exorcise les démons du national-socialisme, alors encore présents au sein de la discipline. Selon Emmerich, elle s’appuie sur deux courants de pensée : le conservatisme politique et le romantisme allemand des frères Grimm, faisant de cette
ethnologie une pseudo-science basée sur les permanences du monde paysan. C’est dans cette ruralité que, selon l’idéologie nazie, l’âme de la germanité puise la pureté de ses origines. « D’un côté, on sacralisait la culture paysanne et, d’un autre côté, on encourageait l’industrialisation, dont en premier lieu l’industrie de l’armement », relève Hermann Bausinger, ne s’étonnant même plus de la contradiction.
Le « proto-germain », ce bon Aryen
À son arrivée au pouvoir en 1933, Hitler s’appuie donc sur une propagande bien huilée pour unir le peuple allemand derrière son idéologie. L’objectif : rendre aux Allemands leur fierté, perdue lors de la guerre de 14. Il fait appel aux ethnologues de l’époque pour étayer la thèse du « proto-germain » et asseoir l’absurde théorie d’une continuité germanique — génétique et culturelle — de l’Antiquité à l’ère moderne. En dévoyant ainsi l’ethnologie, le Führer parvient à convaincre tout un peuple de la supériorité de la race aryenne. « L’homme de Neandertal n’a jamais été notre ancêtre, nous descendons directement des Grecs de l’Antiquité (sic) », éructe Adolf Hitler dans l’un de ses discours. La propagande nazie va jusqu’à récupérer la figure d’Arminius le Chérusque, chef guerrier qui bouta les Romains hors de Germanie.
Représenté comme grand blond aux yeux bleus, Arminius incarne l’idéal aryen. Un idéal qui s’affine et se vérifie « scientifiquement » à grand renfort de mesures biométriques et d’observations médicales hasardeuses. Des milliers de Tsiganes et de Juifs sont ainsi étudiés, fichés, puis stérilisés à l’Institut d’hygiène et de raciologie de Tübingen, sous le prétexte officiel d’avoir des oreilles trop écartées ou des yeux trop rapprochés…
« La grande tragédie du peuple allemand, c’est de ne pas être resté pur par son sang et qu’il se soit mélangé avec celui des Juifs et des autres. Et c’est notre devoir d’avenir de redevenir pur par notre sang », peut-on lire dès 1925 dans Mein Kampf. La folie et l’ignorance d’Adolf Hitler ont valu à l’ethnologie d’être perçue comme une science raciste et peu fréquentable, et ce longtemps après la guerre.
Ludovic Hoarau

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Der Band 13 der Schriftenreihe des Deutsch-Französischen Historikerkomitees – zur Berliner Tagung in 2012 – ist jetzt erschienen.
Le volume 13 de la collection du Comité franco-allemand des historiens vient de paraître chez Steiner:

Etienne Francois (Hrsg.), Wilfried Loth (Hrsg.)
Gewerkschaften, Arbeitswelt und Arbeiterkultur in Frankreich und Deutschland von 1890 bis 1990 / Syndicats et comportement ouvrier en France et en Allemagne de 1890 à 1990, Band 13, Schriftenreihe des Deutsch-Französischen Historikerkomitees, 2017, 177 S.
Kartoniert. ISBN 978-3-515-11584-1

Gewerkschaften spielen eine zentrale Rolle in der Selbstorganisation moderner Gesellschaften. Sie haben sich freilich in Frankreich und in Deutschland unterschiedlich entwickelt und sie agieren auch heute noch oft in unterschiedlicher Weise. Französische und deutsche Historiker zeichnen in diesem Band die Geschichte der Selbstorganisation von Arbeiterinnen und Arbeitern in beiden Ländern nach, von den Anfängen gewerkschaftlicher Organisation im 19. Jahrhundert bis zur Gestaltung der Arbeitsverhältnisse im ausgehenden 20. Jahrhundert. Anhand ausgewählter Beispiele wird insbesondere das Verhältnis zwischen den Lebensbedingungen der Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder und ihrer gewerkschaftlichen Organisation beleuchtet. Dabei werden auch Frauen, Jugendliche und Migranten als Teile der arbeitenden Bevölkerung berücksichtigt. Durch die deutsch-französische Perspektive wird darüber hinaus die wechselseitige Beeinflussung sichtbar, die bei dem bisher üblichen Blick auf die Entwicklungen im nationalen Rahmen zu wenig beachtet wurden. Der Band trägt damit zu einer erweiterten Geschichte des europäischen Sozialmodells bei.

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Link zur Verlag

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Die Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert, von Wilfried Loth, die seit längerer Zeit vergriffen war, wurde jetzt im Fischer Taschenbuch Verlag neu aufgelegt.
Die Printversion ist für 19,99 € erhältlich, das E-Book für 17,00 €.
300 Seiten, FISCHER Taschenbuch, ISBN 978-3-596-31481-2Hier der Link zur Verlagsankündigung

Wilfried Loth zeichnet den spezifischen französischen Weg zum modernen Industriestaat nach und bietet damit sowohl eine Einführung als auch eine Bilanz: eine Einführung in die französische Geschichte, die die politische Kultur Frankreichs historisch erklärt, und eine Bilanz der Zeitgeschichtsforschung, die die Bestimmungsfaktoren des französischen Modernisierungsprozesses herausarbeitet und so Anstöße zu einer vergleichenden Betrachtung der deutschen und französischen Geschichte im 20. Jahrhundert liefert.

Wilfried Loth, Dr. phil., war von 1986–2014 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität/Gesamthochschule Essen (seit 2003 Universität Duisburg-Essen).

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Lauréat du Prix Pierre Pflimlin 2016

Monsieur Martial LIBERA (membre du Comité franco-allemand des historiens)

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a reçu (en septembre 2016) le prix Pierre Pflimlin 2016 pour son travail :
« Diplomatie patronale aux frontières« , une thèse d’habilitation en histoire contemporaine des relations internationales.

Thèse d’habilitation soutenue le 25 juin 2015 à l’Université de Stra

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Die besten Wünsche für das Neue Jahr!
Meilleurs voeux pour la nouvelle année !Afficher l'image d'origine

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Savoirs ethnologiques et collections africaines (1850-1950)
Ethnologisches Wissen und afrikanische Sammlungen (1850-1950)

Production, circulation, patrimonialisation dans les espaces
francophones et germanophones/ Produktion, Zirkulation und
Aneignung im deutsch-franzéisischsprachigen Raum

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Date/ Datum : 8-9 décembre 2016 / 8. — 9. Dezember 2016

Lieu/ Ort : Salle cinéma/ Kinosaal,
musée du quai Branly – Jacques Chirac, Paris

bulletin_pdfVoir le programme complet ici

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vier Wochen nach dem Kolloquium von Düsseldorf möchte ich Sie über die Neuigkeiten im Komitee informieren.

foule-grosPersonelle Veränderungen im Vorstand:

Wie immer wurde auf der Generalversammlung des Komitees ein neuer Vorstand gewählt. Wilfried Loth, Jérôme Vaillant und Françoise Berger schieden auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus und stellten sich nicht mehr der Wiederwahl. Wir danken allen dreien für ihr großes Engagement in den letzten Jahren. Es kandidierten Hélène Miard-Delacroix, Catherine Maurer und Emmanuel Droit auf französischer Seite sowie Anne Kwaschik, Matthias Schulz und Guido Thiemeyer auf deutscher. Alle sechs wurden mit großer Mehrheit gewählt. Anschließend einigte sich der neue Vorstand darauf, dass Guido Thiemeyer für die nächsten zwei Jahre das Amt des Präsidenten übernehmen soll, Hélène Miard-Delacroix wird Generalsekretärin, die Ämter der Schatzmeister übernehmen Emmanuel Droit und Anne Kwaschik, Matthias Schulz und Catherine Maurer werden Mitglieder des Vorstands.

arton717Dissertationspreis:

Die Generalversammlung ist dem Vorschlag des Vorstands gefolgt und hat Marion Aballéa den Dissertationspreis des Deutsch-Französischen Historikerkomitees für ihre Arbeit über „Un exercice de diplomatie chez l’ennemi : l’ambassade de France à Berlin  1871-1933“ (Betreuer : Sylvain Schirmann und Matthias Schulz) verliehen.

Zugleich wird der Preis für das Jahr 2018 ausgeschrieben. Der Vorstand bittet alle Mitglieder um entsprechende Vorschläge. Gemäß der Statuten des Komitees (§9) muss das Prüfungsverfahren für die Arbeit in den Kalenderjahren 2016 oder 2017 abgeschlossen worden sein, der letzte mögliche Zeitpunkt für die Prüfung ist also der 31.12.2017. Jedes Mitglied ist vorschlagsberechtigt und der Vorstand bittet nachdrücklich um Vorschläge für Kandidaten.

Forum2Kolloquium 2018:

Das nächste Kolloquium des Komitees wird im Jahr 2018 in Frankreich stattfinden, der Ort und der genaue Termin stehen noch nicht fest. Auf der Generalversammlung wurden bereits Ideen für mögliche Themen gesammelt. Sie sollten die deutsch-französische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert umfassen. Vorgeschlagen wurden: „L´Avenir du Passé, la projection dans l´avenir“, « Rébellion, Réforme et Résistance en France et Allemagne », « Freins et opposants : Contre le rapprochement franco-allemand, contre l´intégration européenne ». Weitere Vorschläge sind willkommen.

Mit besten Grüßen

Guido Thiemeyer

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Bulletin n°24 | Nr.24, 2016

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Feuilleter en ligne/online blättern           


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éd. par | hg. v. Hélène Miard-Delacroix u. Guido Thiemeyer

  1. Le mot de la Présidente / Geleitwort der Präsidentin
    2. In memo
    riam│Nachrufe
    En hommage à │ Im Gedenken an Jacques Bariéty (1930-2014)
    En hommage à │ Im Gedenken an Rudolf von Thadden (1932-2015)
    En hommage à │ Im Gedenken an Marianne Walle (1932-2015)
    En hommage à │ Im Gedenken an François Roth (1936-2016)
  2. Revues et institutions franco-allemandes│Deutsch-französische Zeitschriften und Institutionen
    Archive im Internet
  3. Les activités du Comité des historiens │ Die Aktivitäten des Historikerkomitees
    Program.13. Tagung des Deutsch-Französischen Historikerkomitees | 13e colloque du comité franco-allemand des historiens (29 septembre au 1er octobre 2016).
    Bericht: 12. Tagung des Deutsch-Französischen Historikerkomitees | Compte rendu: 13e colloque du comité franco-allemand des historiens
    10. Band der Schriftenreihe des Komitees
    11. Band der Schriftenreihe des Komitees
    12. Band der Schriftenreihe des Komitees
    Remise du Prix du Comité 2014
    La sélection des thèses pour le prix 2016 du Comité
  4. Publications des membres │ Veröffentlichungen der Mitglieder
  5. Thèses et HDR récemment soutenues ou en cours│Neulichverteidigte und laufende Dissertationen und Habilitationen
  6. Adressen der Mitglieder/adresses des membres
    Direkt im website
    Mitglieder auf deutscher Seite | Membres inscrits sur la caisse allemande
    Mitglieder auf französischer Seite/ Membres inscrits sur la caisse française

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Der Rhein als politische Landschaft zwischen Deutschland und Frankreich 1815 – heute/
Le Rhin. Un espace partagé entre la France et l´Allemagne de 1815 à nos jours

Tagung des Deutsch‐französischen Historikerkomitees
Düsseldorf, 29. 9 – 1. 10 2016

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Tel. 0049.211.811.0345

Donnerstag, 29. September 2016

14.00 Uhr: Eröffnung
Begrüßung Hélène Miard-Delacroix (Paris)/Guido Thiemeyer (Düsseldorf)

Sektion 1: Infrastrukturen am Rhein
(Sektionsleitung: Wilfried Loth, Essen)

14.30 Uhr: Nils Bennemann (Essen), Der Rhein als wissenschaftliche Kontaktzone 1815- 1880. Die badisch-französische Rheinkarte im internationalen Kontext.
15.00 Uhr: Jean-François Eck (Paris), La création du Port autonome de Strasbourg en 1926 : une manifestation française de puissance dans un espace rhénan interdépendant.
15.30 Uhr: Pause
16.00 Uhr: Fabrice Gireaud (Vechta), Der Eurodistrikt Straßburg-Ortenau – Ein Beispiel für die Probleme und Herausforderungen transnationaler Kooperation
16.30 Uhr: Sylvain Schirmann (Strasbourg), Qui régit le transport rhénan depuis 1945 ? Concurrence ou complémentarité entre les organisations internationales, les Etats et les acteurs privés sur le Rhin de 1945 à nos jours.
17.00 Uhr Gerhild Krebs (Saarbrücken), Vernunft der Pipeline. Bemerkungen zu einem deutschfranzösischen Werbefilm.

18.30 Uhr: Abendvortrag
François Walter (Genève) : Le Rhin comme figure paysagère de la nation

Anschließend: Buffet et Dégustation (offert par le Consulat Général de France, Düsseldorf)

Freitag, 30. September 2016

Sektion 2: Regionale deutsch-französische Kooperation im europäischen Kontext
(Sektionsleitung: Françoise Berger, Grenoble)

8.30 Uhr: Claudia Hiepel (Essen), Euroregionen am Rhein. Die « Relativierung » der Grenze durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit
9.00 Uhr: Martial Libera (Strasbourg), Les Relations entre les chambres de commerce françaises et allemandes sur le Rhin supérieur de 1945 aux années 1980 : entre coopération et confrontation
9.30 Uhr: Rainer Hudemann (Paris), Städte in der Rhein-Region. Brennpunkte transnationaler Konflikte und Verflechtung in Technik, Architektur, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im 19. und 20. Jahrhundert
10.00 Uhr Pause

Sektion 3: Verständigung und Konflikt am Rhein
a) Neue Forschungen zur Rheinkrise von 1840
(Leitung: Anne Kwaschik, Berlin)

10.30 Uhr: Georg Mölich (Bonn), „Bewaffnete Sprache“. Beobachtungen zu deutschsprachigen
Texten im Kontext des Rheinkonfliktes 1840/41
11.00 Uhr: Stéphanie Krapoth (Besançon), Une crise musicale du Rhin ? Compositions évoquant le
fleuve autour de 1840
11.30 Uhr: Roberto Zaugg (Lausanne), „Das ist also der alte Rhein, von dem die Lieder singen…“
Literarisierte Identitätskonstruktionen und touristische Reisepraktiken im Tagebuch des preußischen
Offiziers Friedrich Wilhelm Oettinger im frühen 19. Jahrhundert.

12.00 Uhr: Pause (Mittagsimbiss)

b) Neue Forschungen zu den Krisen der 1920er Jahre
(Leitung: Jérôme Vaillant, Lille/Köln)

13.00 Uhr: Stefan Goch (Bochum), Die gegenseitige Wahrnehmung von Franzosen und Deutschen während der Ruhrbesetzung. Eine Fallstudie für den Raum Gelsenkirchen.
14.00 Uhr: Brigitte Braun (Trier),Der UFA-Kulturfilm „Der Rhein in Vergangenheit und Gegenwart“ (1922) und die Propaganda gegen die Rheinlandbesetzung.
14.30 Uhr: Karin Trieloff (Berlin), Das interalliiert besetzte Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg. Zusammenhänge zwischen Lokal- und internationaler Geschichte.
15.00 Uhr: Pause

c) Neuere Forschungen zu Konflikt und Verständigung nach 1945
15.30 Uhr: Anne Marie Corbin (Rouen), „Die andere Wacht am Rhein“: Der Kampf gegen die Atomenergie in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts
16.00 Uhr: Friedhelm Boll (Bonn), Versöhnung am Rhein. Der Ansatz der katholischen Friedensbewegung Pax Christi
Buffet

18-21 Uhr Mitgliederversammlung des Deutsch-französischen Historikerkomitees

Samstag, 1. Oktober 2016

Sektion 4: Transnationale wirtschaftliche Verflechtung am Rhein
(Leitung: Guido Thiemeyer, Düsseldorf)
9.00 Uhr: Stefanie van de Kerkhof (Mannheim), Rhein, Maas oder Mosel? Die deutsche Schwerindustrie und ihre Expansionsstrategien bis zum Ende des Wilhelminischen Kaiserreiches
9.30 Uhr: Peter Friedemann (Bochum), Die Grubengesellschaft de la „Vieille Montagne“ auf dem Weg zum europäischen Marktführer: Zwischen Neutral-Moresnet und Rhein-Siegkreis 1816-1919.
10.00 Uhr: Pause
10.15 Uhr : Luc Jeanvoine (Strasbourg), La prise de possession de l´usine alsacienne de Graffenstaden en 1940 – 1944 par « Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik ». Origines et conséquences.
Ende der Tagung gegen 11.30 Uhr

Nachmittags: Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn: „Der Rhein. Eine europäische Fluss-Biographie“ und der Ausstellung „Bilderstrom. Der Rhein und die Fotografie 2016-1853“ im Rheinischen Landesmuseum in Bonn.

bulletin_pdfTélécharger la version imprimable du programme

 

Voici le plan pour se rendre au colloque depuis la gare.

Stadtplan

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Nouvelle publication (21 septembre)

Christian Baechler, L’Allemagne et les Allemands en guerre 1914-1918, éd. Hermann Histoire, 2016

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Accident de l’histoire, la Grande Guerre détruit l’ordre bourgeois du XIXe siècle et déstabilise la société européenne, ouvrant la voie aux grands drames du XXe siècle. C’est particulièrement vrai pour une Allemagne profondément traumatisée par la défaite, la révolution de novembre 1918, la chute de la monarchie et le Diktat de Versailles, durement ressenti par des Allemands persuadés d’avoir mené une guerre défensive pour l’existence de leur nation. Cette crise majeure cristallise des potentialités de l’histoire allemande, ouvrant la voie – sans la rendre inévitable – à la tragédie du nazisme.
Sans négliger les opérations militaires et la vie des soldats sur le front, l’auteur concentre ses analyses sur la société et l’économie de guerre, et sur ses conséquences sur l’esprit public et la vie politique allemande, préparant la montée aux extrêmes de l’après-guerre.

ico_permalienVoir sur le site de l’éditeur/ Commander

Spécialiste de l’Allemagne, Christian Baechler a enseigné l’histoire contemporaine à l’université de Strasbourg. Il est l’auteur de nombreux ouvrages, dont Guillaume II (2003), L’Allemagne de Weimar (2007) et Guerre et exterminations à l’Est – Hitler et la conquête de l’espace vital 1933-1945 (2012).

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Un siècle et demi de présence diplomatique : la France en Allemagne depuis 1871

journée d’étude
7 octobre, 2016

lieu: Ambassade de France en Allemagne
Pariser Platz 4
10117 Berlin

9h00 – 20h00

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Cette journée d’étude sera l´occasion de retracer un siècle et demi de présence diplomatique française en Allemagne depuis l’unification du Reich. Les lieux de cette présence – Berlin tout d´abord mais aussi Bonn et Munich –, les acteurs et l´évolution des pratiques diplomatiques seront au cœur de la réflexion. Mettant l’accent sur le quotidien des émissaires français, l’expérience de l’immersion en terre allemande et le contact interculturel qu’induit le travail diplomatique, cette journée s´inscrit dans le renouveau contemporain de l’histoire de la diplomatie. Elle se déroulera dans un cadre permettant un dialogue, ouvert au public, entre chercheurs et praticiens de la diplomatie. Les intervenants s´exprimeront en français et en allemand.

bulletin_pdfProgramme

Verantwortlich/
Dr. Marion Aballéa – maballea@unistra.fr
Dr. Matthieu Osmont – matthieu.osmont@gmail.com

Réservation obligatoire auprès du Centre Marc Bloch

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François Roth, qui fut président du Comité franco-allemand en 2000 et membre de son bureau de 1996 à 2002, nous a quitté brutalement le 5 mai dernier à la suite d’un accident de la circulation survenu à Nancy. Son activité et son dynamisme en avaient fait un des piliers de notre association. Il nous est difficile d’oublier ses brillantes synthèses à l’issue de colloques comme celui consacré à la France et à l’Allemagne face à la Russie à Verdun, en 1998.

f-RothFrançois Roth était né le 16 février 1936 à Gien et venait de fêter ses 80 ans. De père mosellan et de mère berrichonne, il avait fait ses études à Orléans avant de «monter» à Paris. Il avait un temps envisagé de faire une carrière d’ingénieur-paysagiste, mais avait finalement choisi le métier d’historien, sans abandonner pour autant son amour de la nature et « cultiver son jardin » au sens propre du terme.
Après ses études en Sorbonne, il obtient, en 1959, l’agrégation d’histoire. Il rejoint la région natale de son père et est nommé professeur au lycée Fabert de Metz. Il s’était placé pendant ses études en Sorbonne dans le sillage intellectuel et culturel de grands historiens comme Pierre Renouvin, Jean-Baptiste Duroselle et René Rémond. Cinq ans après l’Agrégation, il intègre la faculté des Lettres de Nancy comme assistant puis maitre-assistant. Nommé professeur dans cette même université, en 1977, il y fera toute sa carrière jusqu’à son départ à la retraite en 2002. Cette retraite fut très active, car le professeur émérite qu’il était devenu en profita pour écrire de nombreux ouvrages et participer à de multiples colloques, marqués par ses interventions toujours brillantes et circonstanciées.
François Roth a orienté ses recherches et ses travaux autour de trois axes : la Lorraine, les relations franco-allemandes et l’Europe.
C’est à Nancy qu’il prépare sa thèse d’Etat sous la direction de Pierre Barral et de Jean Schneider. Son sujet La présidence de Lorraine dans l’Empire allemand 1870-1918 comble en 1973 un vide historiographique. Sa thèse est publiée en 1977, année de sa nomination comme professeur à l’université de Nancy. Elle sera rééditée en 2011 sous le titre de La Lorraine annexée.
Pendant dix ans, de 2003 à 2013, il a présidé le Conseil scientifique du Comité d’histoire régionale et a organisé, à ce titre sept colloques et vingt journées d’études. Certains de ces colloques ont été publiés dans Les Annales de l’Est qu’il a également dirigées. Ses travaux personnels ont porté sur les relations entretenues par les Lorrains avec la France et l’Allemagne et sur les conflits franco-allemands dans lesquels la région était impliquée notamment la guerre de 1870 et la Première Guerre mondiale. L’un de ses premiers livre, La Lorraine entre la France et l’Allemagne –itinéraires d’annexés, paru en 1981 dans le prolongement de sa thèse portait sur des figures mosellanes. Très impliqué dans sa région d’adoption, François Roth avait aussi dirigé des ouvrages sur l’histoire de Nancy et était devenu le référent incontournable pour les médias régionaux lors de toutes les élections, qu’elles soient régionales, nationales ou même allemandes.
Sa connaissance de la langue allemande et ses recherches sur la période de l’annexion l’avaient en effet amené à s’intéresser à l’histoire de l’Allemagne, il rédigea deux petits manuels destinés aux étudiants et consacrés à l’histoire allemande depuis 1814. Mais ce sont les relations conflictuelles entre nos deux pays qui ont été le sujet de ses dernières publications : La Guerre de 1870, publiée en 2011 (Fayard) et son dernier livre, sorti en 2014 dans le cadre du Centenaire de la Grande Guerre, Six mois qui incendièrent le monde juillet-décembre 1914 (Tallandier).
Le dernier thème étudié par F. Roth s’imposait : l’Europe. C’est à travers le personnage de Robert Schuman qu’il l’appréhenda. Dans sa remarquable biographie de Schuman, sous-titrée Du Lorrain des frontières au père de l’Europe, parue chez Fayard en 2008, F. Roth avait donné, une fois de plus, la preuve de son sens de la synthèse et de sa connaissance des données historiques et biographiques. Profondément européen, il avait aussi cherché à transmettre ses idées à ses étudiants à travers un petit manuel très synthétique : L’Invention de l’Europe : de l’Europe de Jean Monnet à l’Union européenne (A. Colin 2005).
Il préparait un essai sur Maurice Barrès, un écrivain politique….
Ce grand historien savait transmettre à ses étudiants son message et il était à leur écoute. Comme il le déclarait dans son discours inaugural prononcé le 30 mai 2001 lors de son admission à l’Académie Stanislas : « la fierté de l’historien est d’être une vigie, un veilleur qui accompagne son temps, dont il est le produit et le reflet ».

Chantal METZGER
Professeur émérite
Université de Lorraine (Nancy)

crédits photos: François Roth, en 2008. © Gisselbrecht / Andia.fr / © Gisselbrecht / Andia.fr

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Vient de paraître !

La « condition féminine ». Feminismus und Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert / Féminismes et mouvements de femmes aux XIXe–XXe siècles

Les actes du colloque d’octobre 2014 viennent paraître  chez Steiner, dans la série du Comité franco-allemand des historiens.
Die Akte des Kolloquiums Oktober 2014 sind bei Steiner in der Reihe des deutsch-französischen Historikerkomitees veröffentlicht geworden.

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Vous pouvez en consulter la table des matières ici.
Sie können das Inhaltsverzeichnis hier finden.

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RAPPEL: Schriftenreihe des Deutsch-Französischen Historikerkomitees
12 Vol.

 

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Der Rhein als politische Landschaft zwischen Deutschland und Frankreich 1815 – heute/
Le Rhin. Un espace partagé entre la France et l´Allemagne de 1815 à nos jours

Tagung des Deutsch‐französischen Historikerkomitees
Düsseldorf, 29. 9 – 1. 10 2016

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Das deutsch-französische Historikerkomitee wird seine nächste Tagung über den „Rhein als politische Landschaft zwischen Deutschland und Frankreich 1815 – heute“ vom 29. September bis zum 1. Oktober in Düsseldorf organisieren.
Dahunten erhalten Sie das Tagungsprogramm.

bulletin_pdfProgramm Düsseldorf (update)

 

Seit der Entstehung der modernen Nationen in Frankreich und Deutschland um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert spielt der Rhein für beide Nationen eine wichtige Rolle. Das betrifft einerseits die Debatte um die Funktion des Rheins als politische und kulturelle Grenze zwischen beiden Ländern. Der französische Diskurs um die „frontières naturelles“ war hier ebenso bedeutsam wie die Vorstellungen vom Rhein als „deutschem Strom“. Es ging andererseits aber auch um die Konflikte um die wirtschaftliche Nutzung des Flusses. Diese Konflikte lassen sich vom späten 18. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts nachvollziehen. Seit 1950 dominiert in beiden Ländern der Diskurs vom deutsch-französischen oder europäischen Strom, der als Verbindung zwischen beiden Ländern und Kulturen gesehen wird.

Die geplante Konferenz des Deutsch-Französischen Historikerkomitees will diese Diskussionen an konkreten Beispielen genauer untersuchen. Die Ausgangsthese ist, dass der Rhein und das Rheinland ein Mikrokosmos der deutsch-französischen Beziehungen der letzten zweihundert Jahre waren. Hier lassen sich im Detail jene großen Fragen untersuchen, die die komplexen Beziehungen zwischen beiden Staaten, Kulturen und Wirtschaftsräumen prägten. Wie im Brennglas bündeln sich im Rheinland Konflikte und Verständigung, Ablehnung und Anziehung, Trennung und Verflechtung beider Nationen. Dabei darf nicht aus dem Blick geraten, dass das Rheinland seit dem frühen 19. Jahrhundert auch immer der Kern eines westeuropäischen Verflechtungsraumes in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht war. Insofern sollen die deutsch-französischen Beziehungen am Rhein bewusst in einem weiteren, westeuropäischen Kontext eingebettet werden, der die Schweiz, Luxemburg, Belgien und die Niederlande einbezieht.

Le comité franco-allemand des historiens organise son prochain colloque à Düsseldorf du jeudi 29 septembre au samedi 1er octobre 2016,
sur la thématique « Le Rhin, Un espace partagé entre la France et l´Allemagne de 1815 à nos jours ».
Vous trouverez ci-dessous le programme du colloque.

bulletin_pdfProgramme Düsseldorf (mis à jour)

 

Depuis l’affirmation des nations modernes en France et en Allemagne à l’aube du XIXe siècle, le Rhin joue un rôle particulier dans les deux pays. Cela vaut pour les débats qui ont été menés sur la fonction du fleuve comme frontière politique et culturelle les séparant et les distinguant, entre discours français sur les « frontières naturelles » et représentation allemande du Rhin comme « fleuve allemand ». Cela vaut aussi pour les conflits portant sur l’exploitation économique du fleuve, des conflits s’étendant de la fin du XVIIIe siècle jusqu’au milieu du XXe. Depuis 1950 s’est imposé dans les deux pays le discours envisageant le Rhin comme fleuve franco-allemand ou européen, véritable trait d’union entre les pays et les cultures.

Le colloque du Comité franco-allemand des historiens se propose d’examiner ces discussions en détail sur la base d’exemples concrets. L’hypothèse de départ est que le Rhin et la Rhénanie ont constitué un microcosme des relations franco-allemandes au cours des deux derniers siècles. Il s’agit d’étudier les grandes questions qui marquèrent les relations complexes entre deux États, cultures et espaces économiques, dans cet espace où se concentrèrent les conflits et les ententes, le rejet et l’attirance, la division et l’interpénétration des deux nations. On ne perdra toutefois pas de vue que la Rhénanie a toujours été aussi, depuis le début du XIXe siècle, le centre d’un espace ouest-européen d’interdépendance tant d’un point de vue politique, économique que culturel. Aussi faut-il envisager les relations franco-allemandes autour du Rhin dans un contexte ouest-européen plus large incluant aussi la Suisse, le Luxembourg, la Belgique et les Pays-Bas.

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Procope 2017 : partenariat franco-allemand

Le programme de coopération Procope s’inscrit dans le cadre du partenariat Hubert Curien (PHC). Il vise à développer les échanges scientifiques et technologiques d’excellence entre les laboratoires de recherche des deux pays, en favorisant les nouvelles coopérations. Tous les domaines scientifiques, y compris les sciences humaines et sociales, sont concernés par ce programme. Date limite de co-dépôt des dossiers : 6 juin 2016.

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Chers collègues, vous trouverez ci-dessous une offre de l’OFAJ

Manifestations de mise en réseau pour jeunes chercheurs
Veranstaltungen zur Netzwerkbildung für Nachwuchswissenschaftler

logo_OFAJ

Nous avons le plaisir de vous informer que le conseil d’université de l’Université franco-allemande (UFA) a décidé la semaine dernière de publier un nouvel appel d’offres pour les manifestations de mise en réseau. Ainsi, il existe deux échéances de dépôt des demandes de soutien cette année : le 15 juin 2016 et le 15 septembre 2016. En fonction de la durée de votre manifestation, l’évaluation de votre dossier pourra prendre jusqu’à quatre mois.

Les manifestations de mise en réseau regroupent dorénavant les anciens appels d’offres pour les ateliers de recherche et les programmes de mise en réseau thématique, et incluent également les écoles d’été et d’hiver.

Vous trouverez de plus amples informations sur le site internet de l’UFA :
http://www.dfh-ufa.org/fr/recherche/manifestations-de-mise-en-reseau/

auf deutsch: http://www.dfh-ufa.org/de/forschung/veranstaltungen-zur-netzwerkbildung/

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Nouvelle publication de nos membres

Corine Defrance, Ulrich Pfeil (Hg.), Verständigung und Versöhnung nach dem ‘Zvilisationsbruch’? Deutschland in Europa nach 1945, Brüssel, Peter Lang, 2016

Imprimé : ISBN 978-2-87574-334-3 br. (Softcover)

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Im Jahre 1945 stand Deutschland ohnmächtig und geächtet vor den Trümmern seiner Politik. Rassischer Weltanschauungskrieg und systematische Vernichtung der europäischen Juden waren ein zivilisatorischer Bruch und belegten die Deutschen mit einer moralischen Schuld. So ist die deutsche Nachkriegsgeschichte vor allem die Geschichte der schwierigen Auseinandersetzung mit der eigenen verbrecherischen Vergangenheit. Für die Deutschen galt es, das Vertrauen ihrer Nachbarn neu zu gewinnen, um den Weg zurück in den Kreis der zivilisierten Völker zu finden. In Politik und Zivilgesellschaft wuchsen schnell erste Initiativen, die auf Verständigung und Versöhnung abzielten. Mentale Demobilisierung und Abbau von Feindbildern gehörten zu den Aufgaben, um nach dem Krieg ein friedvolles Miteinander in Gegenwart und Zukunft herzustellen. In einer breiten Gesamtschau beleuchtet dieser Band, wie über symbolische Gesten, an Erinnerungs- und Gedenkorten, durch Organisationen und Institutionen, über Aktionsfelder und Handlungsformen, bisweilen unter wissenschaftlicher Anleitung, Prozesse eingeleitet wurden, die in den meisten Fällen – aber nicht immer – zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren europäischen Nachbarn beitrugen. Dabei zeigen die Beiträge, dass Versöhnung nicht «besiegelt» werden kann, sondern eine nie endende politische, soziale und kulturelle Arbeit darstellt.

Inhalt:
Symbolische Gesten – Erinnerungs- und Gedenkorte – Organisationen und Institutionen – Aktionsfelder und Handlungsformen – Im
Dienste der Versöhnung? Friedensforschung und Friedenspädagogik in Deutschland.

Corine Defrance, ist Professorin für Zeitgeschichte am Centre national de la recherche scientifique (SIRICE, Paris). Sie forscht vorrangig zu den deutsch-französischen Beziehungen, zu Bildung und Wissenschaft in Deutschland und Frankreich sowie zu Versöhnungsprozessen in Europa.
Ulrich Pfeil, ist Professor für Deutschlandstudien an der Université de Lorraine, Metz. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Geschichte Deutschlands, die deutsch-französischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert sowie auf die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Folgen des Kalten Krieges in Europa.

Sur le site de l’éditeur Peter Lang :

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Rudolf-von-thadden-en-2013

Emporté par un cancer qu’il avait réussi à tenir en lice pendant plusieurs années, Rudolf von Thadden nous a quittés le 18 novembre 2015, âgé de 82 ans. Pour ceux – très nombreux – qui le connaissaient, et même pour ceux qui étaient au courant de ses ennuis de santé, sa mort aura été une surprise, tant sa vitalité et son allant étaient restés les mêmes pratiquement jusqu’à sa fin. Pour tous, elle aura représenté la disparition d’une personnalité rayonnante, généreuse et attachante dont toute l’énergie et l’enthousiasme ont été mis au service d’un même objectif: œuvrer en historien à la compréhension, à la rencontre et à la réconciliation entre Allemands, Français et Polonais dans le cadre d’une Europe réunifiée.

Né à Trieglaff le 20 juin 1932, Rudolf von Thadden fut d’abord l’héritier d’un lignage d’ancienne noblesse prussienne et terrienne, la famille von Thadden et dans son cas plus précisément la branche des Thadden-Trieglaff, mais aussi d’une province, la Poméranie, qui l’ont profondément marqué et auxquels il a rendu un hommage précis et vivant dans son livre « Trieglaff. Eine pommersche Lebenswelt zwischen Kirche und Politik, 1807-1948 » (Göttingen, 2011). Ses deux parents ont énormément compté pour lui, tant par l’affection et l’éducation qu’ils lui ont données que par leur foi profonde et leur opposition résolue au nazisme dès la première heure. Son père, Reinold von Thadden-Trieglaff (1891-1976), juriste et propriétaire foncier et juriste, membre actif de l’Église confessante dès 1933, fut après guerre le fondateur du « Deutscher Evangelischer Kirchentag » dont il fut le premier président jusqu’en 1964 ; quant à sa mère, Elisabeth von Thüngen (1893-1988), elle était originaire d’une famille noble de Franconie. Grandi dans un environnement encore très marqué par la tradition du grand domaine foncier (issu de la « Gutsherrschaft »), la domination sociale et culturelle des familles nobles, un protestantisme teinté de piétisme, mais aussi la solidarité terrienne et villageoise, il fut dès sa jeunesse et son adolescence confronté à des épreuves particulièrement dures : la mort au front de trois de ses frères, la condamnation à mort et l’exécution à Plötzensee de sa tante Elisabeth von Thadden (1890-1944), l’emprisonnement de son père par les Soviétiques et enfin l’expropriation par les Polonais et le départ dans les années suivant la fin de la guerre du reste de la famille et de toute la population du village de Trieglaff vers l’Allemagne occidentale.

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Confrontations au national-socialisme en Europe francophone et germanophone (1919-1949)
Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus im deutsch – und französischsprachigen Europa (1919-1949)

III. La famille libérale / modérée / européiste – Die Moderaten, die europäisch Gesinnten

Paris 17-18.03

Helmut Ammann: Spiegelbild, Farbholzschnitt

17 – 18 MARS 2016

PARIS – SORBONNE – Salle des Actes

Colloque organisé par : LABEX EHNE
www.labex-ehne.fr

Responsables scientifiques :
Olivier DARD (Université Paris-Sorbonne, Labex EHNE)
Michel GRUNEWALD (Université de Lorraine, GEGIL)
Uwe PUSCHNER (Freie Universität Berlin, Friedrich Meinecke Institut)

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Le prix parlementaire franco-allemand (Deutscher Bundestag et Assemblée Nationale) a été décerné lors d’une cérémonie à Aix la Chapelle à Claudia Hiepel, membre de notre comité.

Le 12 février 2016, à Aix-la-Chapelle, le 7ème Prix parlementaire franco-allemand a été remis par M. Claude Bartolone, Président de l’Assemblée nationale, et M. Norbert Lammert, Président du Bundestag allemand, à :
Mme Claudia Hiepel, lauréate allemande pour son livre Willy Brandt et Georges Pompidou. La politique européenne franco-allemande entre crise et nouvel élan.
Mme Cécile Calla et Mme Claire Demesmay, lauréates françaises pour leur livre Que reste-t-il du couple franco-allemand ?

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Claude Bartolone, Claire Demesmay, Cécile Calla, Norbert Lammert, Claudia Hiepel (rechts)

ico_permalienPlus d’informations ici

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und der französische Parlamentspräsident Claude Bartolone haben am Freitag, 12. Februar 2016, in Aachen den Deutsch-Französischen Parlamentspreis an die Historikerin Dr. Claudia Hiepel (Mitgliederin unseres Komitees), die Journalistin Cécile Calla und die Politikwissenschaftlerin Dr. Claire Demesmay verliehen.

Die aus deutschen und französischen Abgeordneten und Wissenschaftlern zusammengesetzte Jury unter Vorsitz der beiden Parlamentspräsidenten hatte sich für Claudia Hiepels WerkWilly Brandt und Georges Pompidou. Deutsch-französische Europapolitik zwischen Aufbruch und Krise“ entschieden. Cécile Calla und Claire Demesmay bekommen die Ehrung für ihr Buch „Que reste-t-il du couple franco-allemand?“ (Was bleibt vom deutsch-französischen Tandem?).

Claudia Hiepel ist Privatdozentin und Wissenschaftlicher Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen. Sie untersucht in ihrem Werk die Europapolitik in den siebziger Jahren unter dem deutschen Kanzler Willy Brandt und dem französischen Präsidenten Georges Pompidou. In dieser von schweren Krisen geprägten Ära konnten die beiden Politiker trotz ihres persönlich schwierigen Verhältnisses entscheidende Weichen für die europäische Einigungspolitik stellen.
Für ihr Buch bekam die Autorin (Jahrgang 1967) 2011 den Willy-Brandt-Preis zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und den „Émile-und-Aline-Mayrisch-Preis“ für herausragende Verdienste um die westeuropäische Verständigung. 2015 ist eine aus Mitteln der Volkswagen-Stiftung finanzierte französische Übersetzung des Werks erschienen.

ico_permalienMehr Informationen hier

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Marianne und Germania
Historische und aktuelle Karikaturen zu den deutsch-französischen Beziehungen
mit Arbeiten von Klaus Stuttmann und Plantu

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Ausstellung in der Studiengalerie der PH Ludwigsburg
Ausstellungsdauer: 27. Januar – 1. April 2016

Die deutsch-französischen Beziehungen – personifiziert durch die beiden Nationalheldinnen Marianne und Germania – wurden in zahlreichen Karikaturen illustriert.
In der von Prof. Dr. Ursula E. Koch konzipierten Wanderausstellung sind historische Grafiken von 1550 bis zur Gegenwart zu sehen, die sowohl prägnante Selbstbilder als auch das Verhältnis zum jeweiligen Nachbarland im historischen Kontext pointiert darstellen.
Ergänzt wird die Sammlung durch aktuelle Arbeiten der beiden Karikaturisten Klaus Stuttmann für Deutschland (u.a. Der Tagesspiegel, Berlin) und Plantu für Frankreich (Le Monde, L‘Express, Paris).

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Parution d’un nouveau numéro hors série de Ridiculosa

Les relations franco-allemandes dans la presse et les dessins de presse

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Numéro coordonné par Angelika Schober, 173 pages, 15 euros

Henri MENUDIER
Les relations franco-allemandes, 1945-1963
Anne-Marie CORBIN
Manès Sperber et sa revue Die Umschau dans la Zone française d’occupation en Allemagne : la méfiance des occupants
Jean-Claude GARDES
Autour du Traité de l‘Élysée : dessins de presse de 1962 à 1964 en France et en Allemagne de l’Ouest
Angelika SCHOBER
L’Allemagne et les relations franco-allemandes dans L’Express et Le Nouvel Observateur (1983-1988)
Walter FEKL
Une certaine hantise de l‘Allemagne : Mitelberg, Tim et l’Allemagne sans oublier la Pologne)
Ursula E.KOCH
Le couple franco-allemand et la médiatisation de l’histoire par les dessinateurs de presse (1945-2013)

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Allemagne d’aujourd’hui, n°214/octobre – décembre 2015
France-Allemagne par images interposées

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Un dossier dirigé par Claire Demesmay et Hans Stark : France-Allemagne par images interposées, introduit par Hans Stark, avec des contributions de :
Marcel Tambarin, La France en crise vue d’Allemagne à travers la presse allemande,
Dominique Herbet, L’Allemagne dans les médias français,
Daniel Vernet, L’Allemagne comme objet de controverse politique,
Claire Demesmay et Daniela Heimerl, La France dans la discussion politique outre-Rhin,
Ursula Koch, L’image de l’autre dans la société civile. Regards croisés à travers des caricatures,
Sara Jakob, Que recherchent/trouvent les Français qui s’installent à Berlin ?
Gwénola Sebaux, Analyse sociologique de la présence allemande à Paris : Les Allemands désertent-ils la capitale ?
et des entretiens avec Oliver Welke, présentateur de « Heute Show » et des journalistes du Nouvel Observateur et de L’Express.

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Table ronde autour de Mein Kampf

Vendredi 4 mars 2015
15h30-17h30
Université Bordeaux Montaigne

affiche Mein Kampf UBM

 

A l’occasion de la parution prochaine chez Fayard d’une traduction commentée de Mein Kampf, son traducteur Olivier Mannoni et l’historien Nicolas Patin, maître de conférences à [Université Bordeaux Montaigne et membre de l’équipe éditoriale, reviendront sur la polémique autour de sa parution, les choix éditoriaux et les problèmes de traduction inhérents à ce texte.

Débat animé par Véronique Béghain et Hélène Camarade.

 

Université Bordeaux Montaigne
Amphi Lefèvre
Esplanade des Antilles, Pessac
(tram B, arrêt « Montaigne – Montesquieu »)

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